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 :: Polizei stürmt selbstverwaltete INNSE-Fabrik! ::
17-09-2008 11:35
AutorIn : Revolutionärer Aufbau Schweiz
Heute (17.9.08) morgen um 5 Uhr hat die Polizei die besetzte INNSE-Fabrik in Mailand gestürmt, die selbstverwaltetet Produktion gestoppt und die ArbeiterInnen rausgeschmissen. Weitere Informationen folgen und sind aktuell unter www.operaicontro.it einsehbar.
Am Gewerkschaftstreffen vom kommenden Samstag wird eine Delegation über die aktuelle Situation berichten.
Solidarität mit der Werksbesetzung und gegen die Repression!
Hier weiter Informationen zum Streik:
 http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=410&Itemid=1

Zum Gewerkschaftstreffen:
 http://www.aufbau.org/index.php?option=com_content&task=view&id=406&Itemid=1


Bericht über die Zuspitzung der Lage (15.9.08):

Der Kampf bei INNSE verschärft sich

Versprochene Lohnzahlung ausgeblieben. Die INNSE-ArbeiterInnen blockieren Strasse neben Autobahnzufahrt. Aktion haarscharf an Zusammenstössen mit der Polizei vorbei

Ein Arbeiter aus Mailand schreibt der Zeitung „Operai Contro“: Neulich habe vor der INNSE eine Strassenblockade angetroffen. Seit längerer Zeit habe ich diesen Kampf mitverfolgt und mich deshalb sogleich angeschlossen. Die Blockade wurde während des ganzen Tages weitergeführt. Mehrmals ist es beinahe zu Zusammenstössen mit der Polizei gekommen. Die Arbeiter der INNSE, bedrängt vom Ultimatum der Uniformpolizisten und der politischen Polizei DIGOS, haben den Ordnungshütern klar gemacht, dass sie nicht von ihrem Entschluss abrücken und die Strasse blockieren werden. Als Antwort auf die jüngste Provokation von Genta, dem Fabrikbesitzer, die Löhne nicht zu bezahlen. Die Via Rubattino, die an der Fabrik vorbei nach wenigen hundert Metern zum Stadtzentrum und zur Mailander Autobahnumfahrung führt, wurde von den INNSE-Arbeitern mit Gabelstaplern, Anhängern und dem sagenhafte Mobilkran „Bellotti“ versperrt.

Nachdem sie seit drei Monaten im Kampf stehen, nachdem sie im August die Kündigung erhalten und die Betriebsbesetzung forgesetzt haben, teilt ihnen am Zahltag Genta mit, dass er die Augustlöhne mit den drei Ferienwochen nicht bezahlen werde. Noch eine Woche zuvor am Verhandlungstisch beim Ministerium in Rom hat er sich, da er die Kündigungen nicht rechtzeitig ausgesprochen hatte, zu deren Zahlung verpflichtet.

Was will eigentlich Genta von den Arbeitern? Warum stoppt niemand seine sinnlosen und hystrischen Aktionen gegen sie? Er hat sich geweigert, die Entlassungen zurückzunehmen, obwohl dem Ministerium bekannt ist, dass eine andere Firma bereit wäre, die Fabrik zu kaufen und die Produktion weiterzuführen. In diesen drei Monaten vor den Verhandlungen in Rom, an keinem Verhandlungstisch - weder bei der Gemeinde-, noch bei der Provinz-, noch bei der Regionalverwaltung – ist es möglich gewesen ihm klarzumachen, dass es einen andern Weg gäbe, ohne die Arbeiter zu entlassen und ihnen das Hemd über den Kopf zu ziehen. In diesen hundert Tagen hat er nie auch nur einen einzigen Gegenvorschlag zur Produktionseinstellung in Betracht ziehen wollen. Er hört nur auf seine Anwälte. Aber wenn, wie ich glaube, die INNSE weiterbesteht, wird er dann auch noch die Anwaltskosten dem neuen Beistzer anhängen wollen? Was will Genta wirklich von den Arbeitern? Seine verbissene Wut auf die Arbeiter, auch nachdem er sie entlassen hat, zeigt, dass es ihm um etwas Anderes geht. Er und seine gedungen Anwälte werden sich jedoch an ihnen die Zähne ausbeissen. Eine Frage jedenfalls bleibt offen: Warum ist ihm alles erlaubt? Warum ist er niemandem Rechenschaft schuldig? Umgekehrt die Arbeiter, entlassen und ohne Lohn, kaum blockieren sie aus Protest die Strasse, rückt ihnen sogleich die Polizei auf den Leib.

Ein Arbeiter aus Mailand
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  Aktualisierung und Bericht
18.09.2008 12:18  
BESETZTE FABRIK VON DER POLIZEI GERÄUMT - NEUESTE MELDUNGEN VOM WERKSTOR DER INNSE MAILAND

Die INNSE-Arbeiter waren nur zu zweit, die übliche nächtliche Wache, als morgens um fünf Uhr die Polizei kam. 5 bis 6 Zivile der DIGOS überbrachten den Räumungsbefehl des Mailander Polizeipräsidiums, mit dem die INNSE vorsorglich konfisziert wurde. Draussen standen etwa fünfzig Bullen mit Helm und Schlagstock, jederzeit bereit auf die Arbeiter loszuprügeln. Gegenüber dieser staatlichen Übermacht blieb den Arbeitern nichts anderes übrig als den Betrieb zu verlassen. Dabei machten sie jedoch klar, dass es nicht dabei bleiben werde. Entweder wird Genta, der Fabrikbesitzer, jetzt ernsthaft verhandeln und die Löhne bezahlen, oder innert einer Woche werden die Arbeiter in den Betrieb zurückkehren. In diesem Fall, versteht sich, werden sie nicht nur zu zweit sein, um die INNSE zu verteidigen!

Erano solo in due, gli operai dell’INNSE, il solito turno di guardia, quando alle 5 di mattina è arrivata la polizia. 5 - 6 agenti della DIGOS a portare l’ordine della Questura di Milano che ha messo l’INNSE sotto sequestro preventivo. Fuori una cinquantina di poliziotti con caschi e manganelli pronti a pestare gli operai. Di fronte a questa prepotenza statale agli operai non è rimasto altro che uscire dalla fabbrica, avvisando però che non finirà così. O il padrone Genta si mette adesso a trattare seriamente e pagare gli stipendi, o entro una settimana gli operai torneranno in fabbrica. In tal caso evvidentemente non saranno solo in due a difendere la INNSE!

Vorläufig sind die Werkstore der INNSE versiegelt. Niemand kann hinein, weder die Arbeiter, noch der Besitzer Genta, der sich bisher geweigert hat, sowohl die Augustlöhne zu bezahlen, als Verhandlungen aufzunehmen. Weder mit den Arbeitern, noch mit der Gewerkschaft FIOM und nicht einmal mit dem möglichen Käufer, einem Industriellen aus Brescia, der sein Interesse erklärt hat, die INNSE zu übernehmen und die Produktion weiterzuführen. In den nächsten Tagen wird Klarheit geschaffen: Entweder kommt man mit Genta zu einer Lösung, oder die Fabrik wird erneut von den Arbeitern zurückerobert, die keineswegs gewillt sind aufzugeben. Die Fabrikbesetzung hat sich zur Zeit auf die Strasse verlagert: Heute haben die Arbeiter erneut den ganzen Tag die Via Rubattino blockiert. Inzwischen haben sie sich mit einem Camper und Stühlen vor den Werkstoren eingerichtet. Ausgesperrt, diesmal vom Unternehmerstaat.

Per adesso i cancelli dell’INNSE sono sigillati. Non può entrare nessuno, nè gli operai, nè il padrone Genta, il quale finora si è riufiutato, sia a pagare i salari di agosto, sia ad avviare le trattative. Nè con gli operai, nè col sindacato FIOM, e nemmeno col potenziale acquirente, un industriale bresciano che ha dichiarato l’interesse per comprare l’INNSE e proseguire la produzione. Nei prossimi giorni dunque i nodi vengono al pettine: O si giunge a una conclusione con Genta, o un’altra volta la fabbrica sarà riconquistata dagli operai che non hanno nessuna intenzione di arrendersi. ll presidio della fabbrica momentaneamente si è spostato ai cancelli: oggi un’altra volta gli operai hanno bloccato la via Rubattino per tutto il giorno. Si sono istallati con camper e sedie davanti alla loro fabbrica. Chiusi fuori dalla serrata che questa volta è stata impostata dallo Stato dei padroni.

In drei Monaten der Selbstverwaltung haben es weder die Gemeinde- und Provinzbehörden, noch das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung fertiggebracht das Problem zu lösen. Trotz einer funktionierenden und blühenden Produktion, trotz einer erfahrenen und arbeitswilligen Belegschaft und trotz eines Industriellen, der am Kauf der INNSE interessiert ist. Sie haben nichts anderes getan, als Genta zu Diensten zu stehen, mit Gesetzen zu Gunsten der Unternehmer und gegen die Arbeiter sowie einer Politik, die sich nicht um diejenigen kümmert, die arbeiten. Schluss mit dieser Politik! Schluss mit Arbeitslosigkeit und Elend! Es ist Zeit sich aufzulehnen! Protestiert alle gegen die Räumung der INNSE! Schickt Protest-Mails an die folgenden Adressen der Behörden von Mailand und des Ministeriums:

In tre mesi di autogestione Comune, Provincia e Ministero per lo Sviluppo Economico non sono riusciti a risolvere il problema. Nonostante una produzione funzionante e fiorente, nonostante una maestranza esperta e decisa di lavorare e nonostante un industriale interessato a comprare. Non hanno fatto altro che servire Genta, con delle leggi fatte a favore dei padroni ed a scapito dei lavoratori, e una politica istituzionale che non si interessa affatto di chi lavora. Basta con questa politica! Basta con disoccupazione e misera! È ora di ribellarsi! Protestate tutti contro lo sgombero dell’INNSE, mandando degli e-mail di protesta ai seguenti indirizzi delle autorità di Milano e del Ministero:

 presidenza@provincia.milano.it
 
 prefettura.milano@interno.it
 
 segreteria.ministro@sviluppoeconomico.gov.it




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