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 :: Zum gewaltsamen Tod eines jungen Mannes vor der Reitschule ::
 Themen | Repression/Knast 10-09-2008 09:24
AutorIn : Mediengruppe Reitschule Bern : http://www.reitschule.ch
Wieder einmal forderte die städtische und kantonale Drogenpolitik ein Todesopfer.
Bern, 9. September 2008

Medienmitteilung zum Tod des Opfers eines Angriffs unter der Eisenbahnbrücke auf der Schützenmatte Ende August 2008.

Die Reitschülerinnen und Reitschüler sind bestürzt über den Tod des Mannes, der am 29. August unter der Eisenbahnbrücke auf der Schützenmatte so schwer verletzt wurde, dass er nun im Spital verstorben ist. Leider sind damit unsere schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. Die Situation auf dem Vorplatz hat das erste Todesopfer gefordert.

Tagtäglich beobachten wir die unhaltbaren Zustände der offenen Drogenszene unter der Eisenbahnbrücke zwischen der Reitschule und der Schützenmatte. Einmal mehr wollen wir festhalten, dass nicht die Reitschule, sondern die städtische Drogenpolitik solche Zustände verursacht.

Die Reitschule Bern fordert darum die Stadt- und den Kantonsbehörden erneut auf, nicht länger die Augen zu verschliessen und endlich eine zweite Drogenanlaufstelle zu eröffnen. Eine solche schützt DrogenkonsumentInnen nicht nur vor unhygienischen Konsumbedingungen, sondern auch vor Übergriffen von Schlägern. Ohne eine zweite Drogenanlaufstelle befürchtet die Reitschule Bern, dass die von der Stadt negierte, aber trotzdem real existierende offene Drogenszene auf der Schützenmatte weitere Opfer fordern wird - sei es wegen den unhygienischen Konsumbedingungen oder wegen Gewalt auf der Gasse.

Eine abwartende Haltung bezüglich zweite Drogenanlaufstelle, wie sie der Kanton propagiert, lehnt die Reitschule Bern angesichts der traurigen Aktualität ab. Gesundheitspolitisches Handeln ist jetzt gefragt!

Gleichzeitig wollen wir zu den Behauptungen und zum Verhalten der Kantonspolizei Bern Stellung nehmen:

Mit aller Vehemenz weisen wir die Behauptung der Kantonspolizei zurück, dass die Ambulanz bei ihrem Einsatz von zwei Patrouillen-Fahrzeugen "beschützt" werden musste. Dies entspricht nicht den Tatsachen: Laut mehreren AugenzeugInnen erschienen die beiden Polizeifahrzeuge (ein Kastenwagen und ein Streifenwagen) erst 10-15 Minuten nachdem die Sanitäter kurz nach 23 Uhr ihre Arbeit ohne Zwischenfälle bereits aufgenommen hatten.. Das Auftreten der hinzugekommenen Polizisten mit ihrem unprofessionellen Verhalten (Gummischrotgewehr im Anschlag, Blickrichtung Vorplatz-Bar) glich einer Provokation. Sämtliche Gäste des Reggae-Abends der benachbarten Vorplatz-Bar wunderten sich zwar über das Auftreten der Polizei, liessen sich aber nicht provozieren. Weder die BetreiberInnen der Vorplatz-Bar noch deren Gäste haben den brutalen Angriff bemerkt und gingen darum davon aus, dass die Ambulanz unter der Eisenbahnbrücke wegen einer Drogenüberdosis gerufen wurde - dies kommt ab und zu vor.

Anstatt die BarbetreiberInnen über die Geschehnisse zu informieren und zum Beispiel nach allfälligen ZeugInnen des Vorfalls zu fragen, marschierten die vier mit Gummischrotgewehr bewaffneten Polizeigrenadiere - einige Zeit nachdem die Ambulanz mit dem Verletzten weggefahren war - Richtung Reitschule-Tor und Vorplatz-Bar, informierten die Anwesenden über Beschwerden wegen der Lautstärke der Musik und über die Tatsache, dass ihnen "die 20 Dealer auf dem Trottoir Bauchweh machen" würden. Kurz danach fuhren sie mit Blaulicht davon!
Auch über die offizielle Telefonlinie zwischen Reitschule und Kantonspolizei wurde die Reitschule nicht informiert. Was genau passiert ist, haben die ReitschülerInnen wie alle anderen Berner BürgerInnen am nächsten Tag den Zeitungen entnehmen können.

Dass das Opfer vom 29. August nun verstorben ist, tut uns sehr leid. Wir möchten auf diesem Weg auch den Angehörigen unser Beileid ausdrücken.

Bern, 9. September 2008

Reitschule Bern, Mediengruppe
 :: 4 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Vorwurf schwerster polizeilicher Pflichtverletzung
10.09.2008 13:53  
Wie der Beitrag zeigt, hat die Polizei ihre Aufgabe bei diesem tragischen Geschehnis nicht wahrgenommen. Weder lag der Situation angemessenes adäquates Handeln und Vorgehen vor, noch bemühte sich die Polizei um raschest mögliche Versorgung des Opfers. Das fragliche Gebiet um die Reitschule in Bern scheint grobfahrlässig vernachlässigt zu werden. Wie der Vorfall zeigt, ist in dieser Zone ein Menschenleben nichts wert, im Gegensatz zu den Wohnzonen der Bern-Burger.
Die Lügen der Polizei zur eigenen Rettung bzw. zur Vertuschung ihrer lebensentscheidenden Versäumnisse sind offensichtlich. Die auf dem Platz erschienene Sanität konnte, gemäss Augenzeugen, völlig unbehindert arbeiten und benötigte den behaupteten Polizeischutz nicht. So sei die Polizei erst 10 Minunten nach der Sanität überhaupt am Tatort eingetroffen. Dabei habe sie sich nicht von der professionellen Seite wie bei einem Unfall, sondern von einer fragwürdigen privaten Seite wie auf einer Chilbi gezeigt, indem sie in 4-Mann-Besetzung Gummischrot-Gewehre gegen BesucherInnen der Reithalle im Anschlag hielt (Indianerli-Haltung).
Vorfälle wie dieser mit dem nachträglichen Tod des Ueberfall-Opfers sind nur möglich, wenn die Täter davon ausgehen können, die Polizei treffe sowieso erst mit Verspätung ein und zeige wenig Interesse, einem solchen Verbrechen effizient und gemäss ihrer Aufgabe zu begegnen. Am Tod des niedergeschlagenen Opfers trägt die Berner Polizei eine erhebliche Mitschuld. Mit Recht verlangen die Betroffenen eine zügige Untersuchung über die exakten Vorgänge und Unterlassungen, nachdem die ersten Hilferufe ausgesandt wurden.


AutorIn: gregor
  autonom unselbständig
12.09.2008 08:03  
immer nur fordern. aber selbst für etwas verantwortung übernehmen kann/will niemand.. wart ihr schon immer so gleichgültig?


AutorIn: autonomes sterben
  naja
12.09.2008 14:29  
Bei aller berechtigten Kritik an der Drogenpolitik und Polizeiarbeit greift es doch etwas zu kurz, die Schuld an allem und jedem einzig dem in die Schuhe zu schieben. Immerhin kann man ja schon nur - ganz naiv und simpel - die Frage nach der Selbstverantwortung stellen. Oder wurden die Tæter etwa von der Politik und Polizei gezwungen, einen Menschen totzupruegeln? Wohl kaum (es wird ja eigentlich nicht mal jemand gezwungen, Drogen zu konsumieren oder zu verkaufen). Insofern wære vielleicht auch mal die Frage angebracht, was das fuer Leute sind, die notorisch das Umfeld der Reithalle bzw gerade den Bereich Schuetzenmatte-Bollwerk-Schanze missbrauchen um Leute zu verpruegeln, auszurauben, etc. Denn das ist ja kein Einzelfall und in der Regel wærs læcherlich zu behaupten, die Tæter wuerden das aus schierer Not tun. Im Gegenteil, wer sich oefters in dem Bereich bewegt wird wissen, dass diese Subjekte groesstenteils aus purer faschistoider Denkweise, Gewaltgeilheit und Machogehabe zuschlagen. Wær also nicht mal auch Kritik in die Richtung angebracht? Und erst recht Selbstkritik, dass solche Leute - obwohl oftmals bekannt - in und um die Reithalle toleriert werden?


AutorIn: hmm
  habt ihr den text überhaupt gelesen?
14.09.2008 17:14  
hey, macht mal halblang.

1. es ist klar, dass die reitschule zwar weitgehend autonom ist, sie kann aber in dieser welt keine unabhängige insel sein.
im vergleich zu anderen "autonomen" projekten dieser grössenordnung hält sie sich aber ganz gut.

für eine andere welt brauchen wir eine revolution.
das heisst aber nicht, dass wir nicht auch im hier und jetzt alternativen aufbauen können.

lest mal das manifest zum projekt reitschule:  http://www.reitschule.ch/reitschule/presse/060130manifest.pdf

2. das gelände unter der eisenbahnbrücke gehört NICHT zur reitschule und auch nicht zum reitschul-vorplatz. es gehört der sbb. darum können wir dort auch kein s8-park bauen.

3. die reitschule verlangt NICHT nach mehr polizei - sondern nach einer 2. anlaufstelle. und das seit jahren.

4. die reitschule bekämpft die herrschende drogenpolitik, welche für diese zustände verantwortlich ist, seit jeher.



AutorIn: egal
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. Kritik an der Vorplatzpolitik ist angebracht — blablabla
  2. Von wegen! — Blublublu
  3. das ist unsere autonomie: — mafalda
  4. anarchie hat auch ohne polizei zu funktionieren! — euer sozialarbeiter
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