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 :: Lautstark! Nr. 15: Tarnung aufgeflogen ::
 Themen | Antifaschismus 15-08-2008 19:05
AutorIn : Antifa Bern : www.antifa.ch
Rechtsextreme Waffenliebe im Visier: Die aktuelle Ausgabe des lautstark!, der Zeitung der Antifa Bern, widmet sich der Frage, woher die Faszination der Neonazis für Waffen(gewalt) kommt und wohin sie führen kann. Exemplarisch werfen wir einen Blick in die «Combat & Survival»-Trainings deutscher Neonazis, die auch mit Schweizer Armeematerial und in der Schweiz für den Ernstfall üben.
Lautstark! Nr. 15, Zeitung der Antifa Bern, vollständige Ausgabe als PDF
Lautstark! Nr. 15, Zeitung der Antifa Bern, vollständige Ausgabe als PDF
Da hilft auch kein Tarnanzug: Die Schweiz wurde im vergangenen Jahr Schauplatz von «Combat and Survival»-Ausbildungscamps, organisiert von deutschen Neonazis. Mit dabei ein Fahrzeug mit Schweizer Militärkennzeichen.

Es scheint, als haben deutsche Neonazis im Bedürfnis nach Abenteuer und Schlammrobben einen lukrativen Erwerbszweig entdeckt, wie das Antifaschistische Infoblatt im Spätsommer 2007 enthüllte (AIB 3.2007). Sie betreiben Handel mit Militärausrüstungen und bieten Scharfschützenausbildung, Kampfsport- und Überlebenstrainings an – alles professionell und in legalem Rahmen. Auf ihrer Webseite werben die «Blood & Honour»-Aktivisten mit Bildern von Männern beim Schiesstraining in Tarnanzügen. Weitere Fotos zeigen Kämpfer, als Laubbäume und Büsche verkleidet, auf Undercover-Mission – ein visuelles Highlight.

Doch nicht nur der Umstand, dass diese paramilitärisch anmutenden Abenteuercamps von Rechtsextremen geleitet werden, ist brisant: Ein Bilderordner auf der Internetseite fichierte Trainings in der Schweiz. In einer Szenerie posiert eine Gruppe Männer in Militäruniform um ein Fahrzeug mit Schweizer Armeekennzeichen und lädt Material für die nächste Übung aus.

Strategischer Rückzug?

Mitte August 2007, kurz nach dem die deutsche Zeitschrift AIB führende Personen der «Combat & Survial School» unter die Lupe genommen hat und die Verbindungen zur «Blood & Honour»-Szene publik machte, verschwanden alle Namen und Kontaktadressen von der Homepage. Die Internetseite wurde komplett überarbeitet und auf ein Minimum an Informationen zurückgestutzt. Zufall? Oder wurde den OrganisatorInnen die Angelegenheit zu heiss?

Jedenfalls herrscht seither Brachland-Stimmung auf der Seite. Zukünftige Campdaten werden nicht mehr veröffentlicht, und dem Gästebuch fehlen jegliche Einträge. Auch die ausführlich dokumentierende Fotoseite zu den verschiedenen Lehrgängen ist verschwunden, womit auch die Bilder von «Combat & Survival»-Camps in der Schweiz nicht mehr eindeutig als solche markiert sind. Alles erscheint sehr konspirativ, weder unter dem Link «Ausbildner» noch «Kontakt» wird man schlauer. Alle Kontaktadressen sind verschwunden, und auch das Auto mit dem Schweizer Militärkennzeichen ist nicht mehr auf Anhieb zu finden.

Von Neonazis instruiert

Wer steckt hinter den Organisatoren und Ausbildnern der «Combat & Survial School» und «Warrior Survival School» mit ihren paramilitärischen Zügen? Als Trainer werden Personen aus dem Neonazi-Milieu angepriesen, die auch im Zusammenhang mit NPD-Aufmärschen oder freien Kameradschaften aufgefallen sind.

Einer der genannten Ausbildner ist Hannes Knoch, ein bekannter «Blood & Honour»-Aktivist aus Deutschland. Im März 2008 wurde er zusammen mit sechs weiteren Personen für die Weiterführung der in Deutschland verbotenen Organisation verurteilt. Neben einem Tattoostudio («Bulletproof-Tattooing») das er mit seinem ebenfalls zu einer Geldstrafe verbrummten Kumpel Hannes Franke führt, betreibt er einen Online-Shop für Militärausrüstung mit elitärem Anspruch. Knoch profitiert von seinem weitläufigen Kontaktnetz und übernimmt eine Scharnierfunktion zwischen der Neonaziszene und dem Kampfsport-Milieu.

Die Durchführung von Trainingscamps durch externe Firmen, die von der Schweizer Armee ideell und wohl auch materiell unterstützt werden, ist gang und gäbe. Sie fungieren auf der Homepage des Departements für Verteidigung Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Auch die Tatsache, dass das Militär ein zunehmendes (Abgrenzungs-)Problem zu rechtsextremen Aspiranten hat, ist kein Novum. Doch wie gelangt ein Schweizer Militärfahrzeug auf ein Foto, das einen «Combat & Survival»-Lehrgang dokumentiert, der von Führungspersönlichkeiten aus dem deutschen «Blood & Honour»-Zirkel angeboten wurde?
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  Korrektur
15.08.2008 20:54  
Scheint sich ein Fehler beim "Jahresrückblick" reingeschlichen zu haben: "Umso bedenklicher ist, dass etwa das von der PNOS organisierte Konzert in Wimmis BE vom 16. März 2008 in
der Turnhalle einer Schulanlage stattfand..."

Meines Wissens fand das Konzert nicht am 16. sondern am 15. März statt.... Zudem war es nicht die Turnhalle, sondern der Musiksaal =D


AutorIn: AAA
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