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Akt. 04.08.08; 14:21 Pub. 04.08.08; 13:03
Häuser zwangsgeräumt – für Nike, Rolex und Co.
In der Nähe des Platzes des Himmlischen Friedens in Peking haben etwa 20 Demonstranten gegen die Zwangsräumung ihrer Häuser wegen der Olympischen Spiele protestiert. Die Häuser wurden abgerissen, um Platz für eine Einkaufsmeile zu schaffen.
Peking kommt auch kurz vor Beginn der Olympischen Spiele nicht aus den Negativschlagzeilen. Die Protagonisten diesmal: Rund 20 Personen, die gegen die Zwangsräumung ihrer Häuser protestierten. Polizisten riegelten die Wohnstrasse in der Nähe des Platzes des Himmlischen Friedens umgehend ab. Die Demonstrantin Liu Fumei sagte: «Wir sind nicht gegen die Olympischen Spiele. Aber es ist falsch, unsere Häuser abzureissen.» Die Demonstranten wurden nach eigener Aussage aus ihren Häusern in einem nahe gelegenen Viertel vertrieben, um Platz für eine Einkaufsmeile mit Firmen wie Nike, Starbucks und Rolex zu machen.
In Aufnahmen der Fernsehnachrichtenagentur APTN war zu sehen, wie Liu sich ein Handgemenge mit mehreren Frauen lieferte, die nach eigenen Angaben einer Nachbarschaftswache angehörten. Die Frauen erklärten, sie hätten die Demonstranten abgeführt. Nachbarschaftswachen arbeiten in China eng mit der Polizei zusammen. Es war unklar, wohin die Demonstranten gebracht und ob sie festgenommen wurden. Ein Sprecher der Pekinger Polizei erklärte, er wisse nicht, was mit ihnen geschehen sei.
Demonstrationen am Platz des Himmlischen Friedens sind sehr selten, und meist greift die Polizei schnell ein. Die chinesischen Behörden reagieren gereizt auf öffentliche Kritik an den Olympischen Spielen. In ganz Peking sind Beamte im Einsatz, um auf Anzeichen von Unruhe zu achten.
Quelle: AP AdLINK Internet Media AG |
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