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 :: Hardturmbesetzung zu Ende ::
 Themen | Wohnungsnot/Squat | Repression/Knast 06-07-2008 20:02
AutorIn : contrainfo : http://contrainfo.twoday.net/
In Zürich wurde dieses Wochenende das Fussballstadion Hardturm besetzt. Dies um einmal mehr auf die Privatisierung des öffentlichen Raums aufmerksam zu machen. Insbesondere richtete sich die Aktion auch gegen die Kommerzialisierung des Sportes.
ZÜRICH Eine Woche nach dem Ende der Fussball Euro 08 in Österreich und der Schweiz haben AktikvistInnen von „Brot & Aktion“ das lehrstehende Fussballstadion Hardturm befristet besetzt. Dies um unter dem Motte „Brottäktschen“ das Stadion ein Wochenende lang in einen selbstverwalteten „Erlebnispark“ umzuwandeln.

Bereits am Freitagabend wurde das Stadion gegen 18.30 von nach eigenen Angaben rund 300 AktivistInnen in Beschlag genommen. Im Verlauf der Besetzung war es zu einer kleineren Konfrontation mit anrückenden Polizeieinheiten gekommen, welche überaus aggressiv agiert hatten und aus naher Distanz Gummischrot und Reizgas einsetzten. Angaben der Polizei zur Folge seien die Polizisten sofort nach ihrem Eintreffen mit Flaschen und anderen Wurfgegenständen beworfen worden, was die OrganisatorInnen der Veranstaltung vehement dementieren. Zwei Personen wurden wegen Hinderung einer Amtshandlung sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte vorübergehend festgenommen, so die Stadtpolizei Zürich. Gemäss comedia (Mediengewerkschaft) handelte es sich bei einem der beiden festgenommenen um einen Pressefotographen, welcher zufällig vor Ort gewesen war und der Aufforderung das Fotografieren einzustellen nicht Folge leistete. Der Betroffene Fotograph erwägt nun rechtlich gegen die Stadtpolizei vorzugehen, welche mit ihrem Verhalten die Verfassungsmässig garantierte Pressefreiheit verletzt habe. Besonders besorgniserregend sei der Vorfall auch deshalb, weil sich solche Fälle von Polizeiwillkür gegen Medienschaffende in letzter Zeit gehäuft haben (vgl. die Fälle im Januar in Bern und Basel), so Stephanie Vonarburg von comedia.

Gegen 19.00 Uhr beruhigte sich die Lage und nach Vermittlungen konnte ein Verbleiben im Stadion bis Sonntag 18.00 Uhr ausgehandelt werden. Die Polizei zog sich daraufhin zurück und stand somit dem Gelingen der Veranstaltung nicht mehr im Wege. Freitag- und Samstagabend fanden jeweils zum Tagesabschluss Konzerte statt, darunter auch Acts von regionalen Bekanntheiten wie Beatman und Big Zis. Tagsüber fanden diverse spielerische Wettkämpfe statt, darunter ein Wagenrennen à la Ben Hur mit Überdimensionalen und teilweise höchst kreativen Wagen. Diverse Stände versorgten die bis zu 3000 BesucherInnen mit Speis und Trank. Bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags wurde so ein fröhliches Fest im Hardturm gefeiert und ohne weitere Störungen durch die Polizei beendet. Sonntag um 18.00 Uhr übergaben die AktivistInnen das Stadion wie mit der Polizei ausgehandelt der Normalzeit.

Die OrganisatorInnen stellen den Anlass in die Tradition von dem Ende Juli 2005 errichteten „Shantytown“ (engl. für Barackensiedlung) und „Danslieu“ September 2006. Schon bei den Vorläuferprojekten wandten sich die OrganisatorInnen gegen die repressive Eindämmung von Freiräumen und die zunehmende Ausgrenzung und Überwachung des öffentlichen Raums. Aus aktuellem Anlass wurde 2006 auch die Thematik der damals zur Abstimmung stehenden Revision der Schweizer Asyl- und Ausländergesetzgebung thematisiert und in den Kontext der Kommerzialisierung und Ausgrenzung gestellt.
Aus aktuellem Anlass richtete sich „Brottäktschen“ aber auch gegen die Kommerzialisierung des Fussballes. Denn der Sport werde wie im alten Rom zur Kontrolle der Massen eingesetzt und diene als versteckter Transporteur von Verschärfungen der öffentlichen Repression. Weiter wurde auch die zunehmende Verdrängung von günstigem Wohnraum in Zentrumsnähe zu Gunsten von Luxussanierungen angeprangert.

weitere Infos:
 http://www.raumpflege.org
 http://ch.indymedia.org/de/2008/07/61291.shtml
 http://www.20min.ch/news/zuerich/story/24913179

Weitere Bilder:
 http://www.raumpflege.org/index.php?Fotos
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  Strafanzeige der CS gegen Hardturm-Besetzer
06.08.2008 09:23  
Strafanzeige der CS gegen Hardturm-Besetzer. Die Credit Suisse, Eigentümerin des Hardturmstadions, hat Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung eingereicht. Bei der Besetzung des Stadions Anfang Juli sind Schäden von mehreren zehntausend Franken entstanden. Allzu viel verspricht man sich zwar nicht von der Anzeige, aber die CS will das Ganze nicht tolerieren, auch wenn es sich um ein altes Stadion handle, das abgebrochen werde. Die Schäden seien ärgerlich, denn die CS müsse etwa Absperrungen wiederherstellen lassen, bestätigte ein CS-Sprecher eine Meldung des Lokalsenders Radio 1. Linksaktivisten hatten das seit bald einem Jahr geschlossene Stadion Anfang Juli aufgebrochen und dort übers Wochenende campiert. (sda)


AutorIn: NZZ - 6. August 2008
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