|
So wollen die Antifaschisten wider das Bahnhofreglement demonstrieren und dagegen, dass die Gassenküche nicht mehr auf dem Platz geduldet werden soll. Zwar beteuern die Organisatoren, es liege nicht in ihrer Absicht, das Fest zu stören, «solange die Polizei den Abendspaziergang nicht angreift». Doch die Erfahrung zeigt, dass die Organisatoren die Kundgebungsteilnehmern nicht immer im Griff haben. Seit dem Jahr 2000 mündete jeder zweite Antifa-Spaziergang in einer Strassenschlacht. Gemeinderat Stephan Hügli (parteilos) sagte gestern auf Anfrage, die Polizei stehe mit den Organisatoren im Kontakt, um die Bedingungen festzulegen, «damit die Veranstaltung stattfinden könnte». Dazu zählten neben einem Bewilligungsgesuch das Festlegen einer Route sowie ein Aufruf zu Gewaltlosigkeit. Für den Fall, dass die Polizei die Demonstration verhindert, hat die Antifa ein Ausweichdatum parat: den 7. Juni, den Auftakt zur Euro 08. Die Stadt steckt also in der Zwickmühle: Entweder treffen die Antifaschisten auf Festbesucher oder auf Fussballfans. (pas)
Der Bund [14.05.08] |
|