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 :: Spontandemo in Bern gegen Repression während NATO-Gipfel ::
 Themen | Anti-Kapitalismus/Globalisierung | Krieg+Militarismus | Repression/Knast 04-04-2008 18:59
AutorIn : Antinato Bern
Heute Abend um 18:00 Uhr versammelten sich 30 Personen auf dem Helvetiaplatz in Bern, um gegen die masslose Repression am NATO-Gipfel in Bukarest, Rumänien zu protestieren. Die Leute zogen vor die rumänische Botschaft, wo sie ihren Unmut über das skrupellose und brutale Vorgehen der rumänischen Polizei kundtaten. Denn diese ist Schuld am Tod einer Person und hat zahllose weitere verhaftet, darunter zwei BernerInnen.
Leider wurden die AktivistInnen von der Polizei daran gehindert direkt vor der Botschaft zu demonstrieren. Deshalb zogen die DemonstrantInnen kurz darauf wieder zurück und marschierten zum Abschluss durch die berner Hauptgassen, bevor sich schliesslich die Kundgebung am Bahnhof auflöste.
Leider wurden die AktivistInnen von der Polizei daran gehindert direkt vor der Botschaft zu demonstrieren. Deshalb zogen die DemonstrantInnen kurz darauf wieder zurück und marschierten zum Abschluss durch die berner Hauptgassen, bevor sich schliesslich die Kundgebung am Bahnhof auflöste.


Anbei noch der Flyer, der verteilt wurde:

NATO-Gipfel in Rumänien. Die Polizei prügelt, die Öffentlichkeit sieht weg

In Rumänien zeigt sich diese Woche wieder einmal in aller Deutlichkeit, was den Mächtigen in aller Welt Meinungsfreiheit und Menschenrechte tatsächlich wert sind. Gar nichts!

Damit das zur Zeit in Bukarest stattfindende Treffen der NATO-Kriegstreiber reibungslos und ungestört stattfinden kann, ist ihnen jedes Mittel recht. Bereits vor dem NATO-Gipfel hat die rumänische Regierung begonnen, die Bevölkerung gegen potentielle KritikerInnen aufzuhetzen (z.B. indem in den Nachrichten ständig Bilder von irgendwelchen Ausschreitungen gezeigt wurden), um allen weiszumachen, bei den AktivistInnen halte es sich durchgehend um schwerbewaffnete, gewalttätige Chaoten, die am liebsten die ganze Stadt dem Erdboden gleichmachen würden. Gleichzeitig wurden die rumänischen AktivistInnen durch Polizei und Geheimdienst eingeschüchtert (durch Hausbesuche, Bedrohung ihrer Familien, etc.), damit sich auch ja niemensch an den Protesten zu beteiligen wagt.

Da diese Politik der Angst nur teilweise aufging, es trafen sich Hunderte von Menschen aus aller Welt in Bukarest, erreichte die Repression diese Woche neue, traurige Höhepunkte.
Alle Personen, die auch nur im geringsten irgendwie alternativ aussehen, laufen ständig Gefahr auf der Strasse grundlos verhaftet zu werden. Selbst der nichtigste Anlass ist dabei Grund genug für eine längere Verhaftung und haltlose Anzeigen. So wird etwa das Tragen eines Taschenmessers zum gefährlichen Waffenbesitz.
Die Stadt wird von 27000 Polizisten, Militärs und GeheimdienstlerInnen belagert, die bei der Umsetzung ihres Auftrags keine Rücksicht auf Menschenleben nehmen.
Eine Frau wurde überfahren, weil sie im falschen Moment auf der Strasse war und der Konvoi aus „Sicherheitsgründen“ keinesfalls stoppen durfte. Sie wurde danach an den Strassenrand geschleift und ist dort, da keine Sanitäter zu ihr durchgelassen wurden, gestorben.

Am Mittwoch (02.04.2008) wurde das Convergence-Center von schwerbewaffneten Sondereinheiten auf brutalste Art und Weise geräumt. Das Convergence-Center war legal gemietet und die Räumung erfolgte, bevor überhaupt irgendeine Aktion stattfand. Viele der 46 Verhafteten wurden brutal zusammengeschlagen, mindestens 2 davon wurden schwer verletzt und mussten ins Spital eingeliefert werden. Einer Person wurde über Stunden hinweg jede medizinische Hilfe verweigert. Erst auf starken Druck der Öffentlichkeit und des Anwalts des Betroffenen wurde die Person verarztet.

Unter den unzähligen Verhafteten befinden sich mindestens drei Personen aus der Schweiz, zwei davon aus Bern. Diese beiden wurden glücklicherweise aufgrund internationaler und lokaler Proteste wieder freigelassen.
Wie viele Personen wieder verhaftet wurden oder immer noch im Gefängnis sind, ist völlig unklar. So fehlt etwa von einem Deutschen, der bereits letzte Woche verhaftet wurde, bis heute jede Spur.

Die schweizerischen Mainstreammedien erwähnen dies wie so oft mit keiner Zeile. Doch wir wollen und können diesem Treiben nicht stillschweigend und tatenlos zusehen! Deshalb sind wir hier.

Wir verurteilen die massive Repression in Rumänien scharf und fordern deren sofortiges Ende, sowie die augenblickliche Freilassung aller noch Inhaftierten.
Wir solidarisieren uns mit den Protestierenden und den Verhafteten in Rumänien und dem Rest der Welt.

Völkermörder, Kriegsstrategen – wir werden euch das Handwerk legen!
Fight capitalist war! Fight capitalist peace!
 :: 2 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Indyprint NATO-Gipfel Sonderausgabe
05.04.2008 18:27  
Indyprint NATO-Gipfel Sonderausgabe zum drucken, kopieren und verteilen:

 http://de.indymedia.org/2008/04/212450.shtml


AutorIn: .
  @ 99 (heisse Luft)
06.04.2008 12:40  
wie wir den volkermördern und kriegsstrategen das handwerk legen wollen? ganz einfach: mit einer sozialen, libertären revolution. natürlich geht das nich von heute auf morgen, aber soli-aktionen wie die vom freitag stärken unser inter-/antinationales aktivistInnen netzwerk, machen den leuten in rumänien mut, informieren die leute hierzulande.

auch wenn wir nur 30 leute waren (zur demo wurde auch erst am donnerstag abend aufgerufen), wir haben ein zeichen gesetzt, den botschafter und die polizei in alarmbereitschaft versetzt, über 500 flugblätter verteilt, leute aufgerüttelt.


übrigens haben wirs bis 10 meter vor die botschaft geschafft.


und wo bitte stellst du einen antizionistischen ton im flugblatt fest?


AutorIn: demonstrant
 :: Nicht inhaltliche Ergänzung :
  1. 99 Luftballons.. — friedensbewegter Weissbrothippie
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