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| :: Massive Menschenrechtsverletzungen während des WEF in der Sc :: |
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26-01-2008 21:55 |
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AutorIn : ost:blog
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Schwarzer Tag für die Menschenrechte in Basel. Massives Polizeiaufgebot und massenhafte Verhaftungen ohne Angaben von Gründen. Unter den Verhafteten sind u.a. zwei Journalisten, Redakteure der Gewerkschafts-Zeitung "Work" sowie der le Monde Diplomatique. Auch KünstlerInnen die Straßentheater in der Innenstadt veranstalteten wurden Festgenommen. Nach Augenzeugenberichten befinden sich im Knast Waaghof auch TouristInnen und Minderjährige die zufällig auf der Strasse festgenommen wurden. Der aggressive Polizeieinsatz muss bestimmt von der Regierung des Kantons gedeckt werden. Deshalb sollten sich Proteste gegen diese richten, den die hat intern grünes Licht für diese grundrechtswidrigen Aktionen gegeben.
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Bericht aus dem Basler Untersuchungsgefängnis Waaghof
Es sind Bilder, die JournalistInnen sonst nur aus Minsk (Weißrussland) kennen und zuletzt in Kenia gesehen haben.
Massenhafte Verhaftungen von ahnungslosen Passanten in der Basler Innenstadt. Ausländische Touristen die aus von Räumpanzern umstellten Straßenbahnen gezerrt werden und brutal auf die Wache gebracht werden. Minderjährige die aus Jugend-Clubs von Anti-Terror-Einheiten der Kantons-Polizei verhaftet werden.
Ein verheerender Tag für die Menschenrechte, dieses Bild bot sich heuet Nachmittag vielen Baslern und ausländischen Besuchern der Stadt.
Eine abschließende Analyse das was sich heuet in Basel abgespielt hatte muss noch ausbleiben, denn die menschenverachtenden Aktionen der Basler Polizei dauern noch zur Stunde an. So ließ die Polizei verlautbaren, dass auf den Bahnhof SBB noch eine großangelegte Verhaftungsaktion stattfinden wird, bei der Ankuft von Zügen aus Bern.
Unter den Festgenommenen im Untersuchungsgefängnis Waaghof befinden sich mindestens zwei Journalisten. Einer davon ist Redakteur bei der Gewerkschafts-Zeitschrift „Work“, der andere ist Redakteur der ost-deutschen Zeitschrift „Telegraph“. Erst vor einer Woche wurde der WOZ-Reporter Dinu Gautier in der gleichen Art und Weise vor den Redaktionsräumen der Wochenzeitung verhaftet udn festgehalten.
Beide wurden gg. 15:00 Uhr in der Basler Innenstadt ohne Angaben von Gründen festgenommen und bis kurz nach 20:20 Uhr dort mit ca. 60 anderen Personen, denen die Gründe für ihre Festnahme nicht genannt wurden festgehalten. Während ihrer Inhaftierung wurden sie Zeugen von der Ankunft einer tschechischen Touristin, die zu einem Besuch nach Basel kam und aus einer Straßebahn herausgezerrt wurden ohne Angabe von Gründen.
Weitere Personen ca. 40 befinden sich in einem Käfig im Untergrundparkplatz der Basler Polizei.
Den Inhaftierten Frauen, Männer und Jugendliche, darunter ein 15 jähriger wird das Recht ihre Angehörige bzw. einen Anwalt zu kontaktieren verweigert.
Anti-Rep-Treffen JETZT im Hirscheneck. Bitte alle Festgenommenen dort ihre Kontakt-Daten für eine Sammelklage bzw. Einleitung rechtlicher Schritte gegen diese rechtswiedrigen Maßnahmen hinterlassen!!!
Quelle: http://www.ostblog.de/ |
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Deis ist in dem vorliegenden Fall offensichtlich nicht der Fall und so schickt der für die rechtswidrigen Maßnahmen der Polizei und das Chaos am Samstag verantwortliche Leiter des Sicherheitsdepartaments Hanspeter Gass seien Trolls auf indymedia, damit die Diskussion auf die Ebene der Beschimpfungen übergelitet wird.
Gewiss "bürgerliche Rechte" haben an sich nichts revolutionäres. Doch in Zeiten eines Amoklaufs der Bullen können wir uns sehr wohl auf diese "bürgerlichen Freiheiten" berufen wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit. Nicht weil wir die Verfügungsgewalt des Staates und der Faschisten die uns Regieren wollen akzeptieren, sondern, weil wir uns der aporie der Menschenrechte bewußt sind.
Was können diese noch bedeuten, wenn in deren Namen die westlichen Demoktaturen andere Länder in Schutt und Asche legen? Nicht viel, und dennoch basiert wuf dem Diskurs das gesamte "rechtstaatliche System" in Europa. Drehen wir den Spiess um und berufen usn immer dann wenn das System in Widerspruch zu seinen eigenen Axiomen gerät darauf und entblössen die Demokratische Fratze ... dahinter ist sie nämlich nur Gewalt.
Gerade in Basel scheint dies zu funktionieren, denn sonst hätten die Polizei-Trolls auf indy nicht gleich die Arschbacken zusammengekniffen....denn jetzt werden sie für ihre Scheisse zur Verantwortung gezogen. Die bürgerlichen Gaffer die Zeuge von den sinnlosen und rechtswidrigen Verhaftungen am Samstag wurden, zum Teil selbst deren Opfer stehen diesmal nämlich nicht als "zu schützende Öffentlichkeit" zur Verfügung. Denn das System lief Amok auch gegen sie.
Es scheint als geriet die Polizei diesmal in Erklärungsnot. Denn wie soll ein massiver grundrechtswidriger Polizeieinsatz gerechtfertigt werden, wenn dieser diesmal nicht -wie sonst üblich- über den Diskurs von den „militanten gewaltbereiten Demonstranten“ mit Bildern von steinewerfenden Jugendlichen legitimiert werden kann. Die Polizei geht deshalb über von Präventivverhaftungen zu sprechen. Wenn die Außen-Politiker ihre imperiale Feldzüge für Öl als präemtive Verteidigungsmaßnahmen bezeichnen, so geben sie die Stichworte für die Entwicklung eines Gesinnungstatbestandes der politsicher und sozialer Natur ist. Eine Sicherheitsbedrohung stellt nicht derjenige dar der in strafrechtlichen Kategorien zu fassen ist, sondern in Kategorien der politischen Gesinnung, der Kleidung, des Habitus, der persönlichen Überzeugungen u.ä.
Und so werden auch im Bereich der „Inneren Sicherheit“ Menschen handlungsunabhängig nach ihrer vermeintlichen, jedenfalls jedoch von den „Ordnungskräften“ zugeschriebenen Gesinnung beurteilt. Im Polizei-Duktus heißt dies dann „Vereitelung von Straftaten“, doch diese sind noch nicht einmal geplant gewesen, und somit auch aus dem Bereich des strafrechtlichen heraus in das Gesinnungsstrafrecht verlagert. Nur so gelang es der Polizei eine nicht existente Demo als Rechtfertigung für Präventivhaft zu benutzten. Diese erinnert zwar an die Dunkelsten Kapitel des Nazi-Unrechts, wird jedoch in der Schweiz ganz offensichtlich während des WEF massiv praktiziert.
In der Presseerklärung heißt es dann „Die Polizei hat am Samstagnachmittag militante Anti-WEF-Gegner daran gehindert, in der belebten Innenstadt eine unbewilligte Kundgebung durchzuführen. Die Versuche der Aktivisten, sich zu formieren, wurden von der Polizei konsequent vereitelt.“