|
Erklärung zu Sulzer
Wir haben den Hauptsitz des Sulzer Konzerns in Winterthur mit einer Rakete angegriffen. Damit protestieren wir entschlossen gegen die Machenschaften der Konzerne und ihren Handlangern, die sich auch dieses Jahr wieder am WEF in Davos treffen.
Wie die Unternehmensberatung Mc Kinsey zusammen mit Sulzer die Unzulänglichkeiten der kapitalistischen Wirtschaft in den 80er Jahren geplant und organisiert auf die Arbeiter abgewälzt hat, lässt erahnen, was andere Firmen und Konzerne, die sich heute in der gleichen Krise befinden, am WEF gemeinsam planen.
Auf der einen Seite fette Gewinne und Prämien, auf der anderen Seite Angst und Arbeitslosigkeit.
Die Unternehmensberatung Mc Kinsey nimmt auch dieses Jahr wieder am WEF teil. Aufträge finden sie dort sicher genug.
Eines ist klar: in diesem System werden wir immer wieder vor denselben Problemen stehen. Die "Lösungen" kommen immer wieder aufs Neue einseitig von oben zu ihren Gunsten. Und am Schluss stehen wir immer wieder vor den gleichen zwei Seiten. Gewinne und fette Provisionen auf der einen Seite, Kurzarbeit, Unsicherheit, fehlende Lehrstellen und das Arbeitsamt auf der anderen Seite.
Machen wir Schluss mit diesem kriselnden System, in dem wir immer die dummen sind, wenn es darauf ankommt. Lösen wir das Problem von unten zu unseren Gunsten.
Was wir brauchen, ist eine sozialistische Wirtschaft, in der es kein Eigentum an der Produktion mehr gibt, in der alle Arbeit, Sicherheit und Auskommen haben. In der alle nach demokratischen Grundsätzen gemeinsam nach den Bedürfnissen von allen produzieren. Damit wir endlich all diese gesellschaftlichen Probleme angehen können, die der Kapitalismus immer wieder aufs neue erzeugt. Damit wir endlich zusammen vorwärts gehen können ohne immer wieder vor denselben Schranken und Problemen zu stehen.
Weg mit den Konzernen, Firmen und ihren Handlangern. Weg mit dem WEF und dem ganzen kapitalistischen System. Das System hat keine Fehler, es ist der Fehler!
**********************************************
Erklärung zu UBS und Merill Lynch
Der Blutspur die revolutionäre Spur entgegensetzen!
Wir haben auf unsere Art eine Spur an den Firmensitzen von UBS in Bern und der Merill Lynch in Zürich hinterlassen. Eine kitzekleine Rache den Bonzen, die Millionen von kleinen HausbesitzerInnen in den USA das Dach über dem Kopf raubt. Neben Citigroup haben sie mit dieser Art Spekulation für einmal selbst die weltweit grössten Verluste eingesteckt.
Damit sind wir Teil des Widerstandes, der sich gegen die Blutspur des Kapitals richtet, das sich dieses Jahr in den Personen von Henry Kissinger und Tony Blair ausdrückt.
Dass die UBS, Merill Lynch und andere Grossbanken auf dem Buckel der ProletInnen, die in den USA ihre Häuser kaufen müssen, um ein Dach über dem Kopf zu haben, Milliardenprofite machen wollten und jetzt mit Milliardenverlusten einen Schuh voll rauszogen, kostete ihren Oberbossen Peter Wuffli und Stanley O'Neal zwar den Job. Mit Marcel Rohner (UBS) und John A Thain (Merill Lynch) machen sich aber ihre Nachfolger im Davoser Kongresszentrum breit, Seite an Seite mit den Oberausbeutern Bill Gates von Microsoft, Larry Page von Google und Michael Dell, aber auch mit Henry Kissinger, dessen Blutspur in den Vietnamkrieg zurückreicht, woran (chemischer Krieg) nach heute Tausende VietnamesInnen zu Grunde gehen, und der dem chilenischen Diktator Pinochet und seinem argentinischen Kollegen Videla das Signal zur Vernichtung von Zehntausenden Genossinnen und Genossen gab. in seinen Spuren wandelt der Irak-Kriegstreiber und sozialdemokratische Vollstrecker neoliberaler Wirtschaftspolitik Tony Blair, wie Kissinger Co-Chairmain der WEF-Jahrestagung 2008.
Diese düsteren Cliquen setzen sich wieder einmal als Weltverbesserer in Szene. Sie sind verantwortlich für die täglichen kleinen und grossen Barbareien, die ihr System produziert, das es in sich hat, den Globus irgendwann unbewohnbar zu machen. Nur das Aufgreifen der revolutionären Spur bietet eine Perspektive, dass sich die Welt verbessern kann.
Das WEF ist überall! Das Kapital ist angreifbar! Für eine revolutionäre Perspektive! |
|
24.01.2008 17:06
WEF-Gegner geben Brandanschläge zu
WEF-Gegner haben sich in Basel anonym dazu bekannt, sechs Autos angezündet und Grossbank-Schaufenster eingeschlagen zu haben. Die Anschläge wurden vergangene Nacht in Basel und Arlesheim verübt.
Bei diesem komplett ausgebrannten Auto kam die Feuerwehr zu spät.
[brand]
Keystone Bei diesem komplett ausgebrannten Auto kam die Feuerwehr zu spät.
Die Spur der Verwüstung begann in Arlesheim, wenige Tramstationen vor der Stadtgrenze: An der Talstrasse bemerkte eine Polizeipatrouille um 2.08 Uhr zwei brennende Neuwagen bei einem Händler. Die Ortsfeuerwehr löschte rasch, die Autos sind dennoch schrottreif. Um 2.20 Uhr meldeten Anwohner und Passanten, dass vier Luxusautos vor der Garage «Agence Américaine» am Dreispitz in Basel in Flammen aufgegangen seien. Auch dort resultierte teils Totalschaden im Wert von mehreren hunderttausend Franken.
Um 3.30 Uhr bemerkte schliesslich eine Polizeipatrouille in der Basler Türkheimerstrasse, dass an einer UBS-Filiale alle Schaufenster eingeschlagen worden waren. Hier wird der Sachschaden auf mehrere zehntausend Franken beziffert.
Am Nachmittag traf ein kurzes anonymes Bekennerschreiben bei der Nachrichtenagentur SDA ein, indem sich die Absender zu den drei Sachbeschädigungen bekennen: Mit dem Slogan "Kampf dem WEF nieder mit der herrschenden Ordnung" schliesst der aus einer Basler Telefonzelle versandte Text.
(neg/sda)