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 :: Ist eine Mehrzweckstock kein Schlagstock? ::
 Themen | Repression/Knast 03-12-2007 15:58
AutorIn : - : http://
Teleskop-Tonfa Die „Aktion Freiraum“, die am Samstag 1. Dezember 2007 zu einer friedlichen Strassenparty aufgerufen hat, schreibt in einem Communiqué die Polizei habe die friedlichen Teilnehmer eingekesselt. Zudem seien die Beamten mit Gummischrot, Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen die Manifestanten vorgegangen. Ernst Röthlisberger, Kommandant der Luzerner Stadtpolizei, sagte dagegen, es seien keine Schlagstöcke eingesetzt worden, sondern Polizeimehrzweckstöcke. Das seien keine Schlaginstrumente, sondern sie würden zur Arretierung eingesetzt, wenn Verhaftete sich wehrten.
Teleskop-Tonfa
Teleskop-Tonfa
Polizeimehrzweckstock wird von deutschem Polizisten als Schlaghammer eingesezt.
Polizeimehrzweckstock wird von deutschem Polizisten als Schlaghammer eingesezt.
Polizeimehrzweckstock soll kein Schlagstock sein?
Polizeimehrzweckstock soll kein Schlagstock sein?
Scheinbar macht Ersnst Röthlisberger einen Unterschied zwischen dem klassischen Schlagstock und dem Mehrzweckstock in der Fachsprache Tonfa genannt. Die Polizeiinterne Bezeichnung der deutschen Polizei ist PEMS (Polizei Einsatz Mehrzweckschlagstock) und ist eine der wichtigsten Waffen der deutschen Polizei und wird zum Schutz der Polizeibeamten bei Festnahmen von Gewalttätigen oder als Mittel des unmittelbaren Zwangs von Streifenpolizisten wie auch von Angehörigen der Bereitschaftspolizei eingesetzt.
Auf einer Herstellerseite wird der Tonfa als „Schlagstock mit dem charakteristischem Quergriff mit vielfältigen Einsatzgebieten“ hochgelobt. Der Tonfa werde zur Selbstverteidigung gebraucht könne aber auch als kurzen Knüppel oder als Hammer verwendet werden.
Es ist mehr als fragwürdig, dass Ernst Rötlisberger sich davon distanziert Schlagstöcke eingesezt zuhaben obwohl seine deutschen Kollegen den Tonfa als Mehrzweckschlagstock bezeichnen.


Quellen:
Zisch Bericht:  http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/nachrichten/zentralschweiz/luzern/detail.htm?client_request_className=SdaNewsItem&client_request_contentOID=258167

20min Bericht:  http://www.20min.ch/news/luzern/story/15827412

Erklärung des Tonfa:  http://de.wikipedia.org/wiki/Tonfa

Herstellerseite:  http://www.freie-waffen.com/catalog/tonfapemsrmspolizeischlagstock-p-543.html

Bilder von Schlagstockeinsatz:  http://www.global-hero.eu/S.o.h.g.G.8.D.html
 :: 8 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Der Mehrzweckeinsatzstock: Mehr als "nur" ein Knüppel
03.12.2007 16:50  
Es stimmt, was die Luzerner Bullen über die weitergehenden Anwendungsmöglichkeiten des Tonfas sagen: Mit ihm sind Jiu-Jitsu-Techniken wie Armhebel und Abführgriffe möglich. Außerdem bietet er im Gegensatz zum "normalen" Knüppel eine bessere Schutzmöglichkeit auch für ungeübte Bullen. Aber das ist nicht der Grund für seine Beliebtheit in Polizeikreisen.

Der Tonfa ist eine viel krassere Waffe als ein "normaler" Schlagstock, da er es im Gegensatz zum "normalen" Schlagstock ermöglicht, mit nicht verdrehtem Handgelenk geführt zu werden. Dadurch kann jede Karatetechnik auch mit Tonfa ausgeführt werden, es handelt sich beim Tonfa um eine der vier klassischen Karatewaffen. Ursprünglich stammt die Waffe auch aus dem Heimatland des Karate: Okinawa.

Der Tonfa kann in den Händen eines geübten Anwenders viel dosierter benutzt werden als ein "normaler" Schlagstock, doch das setzt ein jahrelanges Kampftraining voraus. Mit einem Tonfa kann man ansatzlos schlagen und stoßen, so dass meist keine Zeit für Abwehrbewegungen bleibt. Zudem ist ein Polizeitonfa meist härter (Polycarbonat oder in der ausfahrbaren Form teilweise oder auch ganz aus Metall) als die klassischen Gummiknüppel.

Wenn die Erfahrung im Umgang mit dem Tonfa fehlt, wird er oft in der "eingeklappten" Trageweise am Unterarm verwendet, um mit dem kurzen Ende in die Magengegend oder in den Unterleib zu stechen. Diese Stiche sind für Außenstehende nur schwer zu erkennen, hinterlassen aber aufgrund der Konzentration der gesamten Stoßkraft auf einen sehr kleinen Auftreffpunkt starke Verletzungen. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch die "Hammerschläge" mit dem kurzen Ende. Sie sind zwar gut zu erkennen, durch die Wucht jedoch weit stärker als die Stiche.

In Deutschland wurden Tonfas Ende der 80er eingeführt, hier gibt es keine Diskussion mehr um ihren Einsatz. Wenn das in der Schweiz anders sein sollte, ist eine öffentliche Diskussion dringend geboten. Falls ein Referent benötigt wird, wendet euch an die Autonome Antifa Freiburg im Breisgau.

karate ni sente nashi - fuck the police!


AutorIn: Ein Autonomer
  schlagstöcke am samstag
03.12.2007 18:53  
Bei allen Tonfas die ich am Samstag gesehen habe waren die Teleskopverlängerungen aus metall (wahrscheinlich vollprofil Aluminium) und hatten 2 flache Seiten, also 4 Kanten (auf dem ersten bild zu erkennen)
Jegliche male habe ich beobachtet wie sie auch am kurzen ende gehalten wurden um mit dem langen auf distanz zu schlagen. Wärend des ersten versuchs den soundwagen aus dem kessel zu ziehen schlugen die polizisten mit voller wucht mit dem kurzen ende auf die hände der leute, die sich daran festhielten um nicht umzufallen oder ihn festzuhalten. Zudem wurden bereits "arretierte" leute in die magengegend gestossen.


AutorIn: testobjekt
  eine Frage des Massstabs?
03.12.2007 19:19  
mit Verwunderung beobachte ich die "neuesten entwicklungen" in luzern... die letzten postings auf indy lassen darauf schliessen, dass die leute in luzern sich an "chaotischen bulleneinsätzen" stören und über die "vier-kantigen Tonfas" jammern... ist für euch gewalt eine frage des Massstabs? und warum seid ihr dagegen?
ich denke, statt versuche zu starten, boulevardjournalistisch (ja, ich beziehe mich auf DIESEN bericht) stimmung zu machen, solltet ihr die eigene politik überdenken... sonst bleibt das "gewaltverhältnis" ewig gleich...
warum macht ihr, was ihr macht?
warum macht ihr das so?

vielleicht auf ein paar spannende diskussionen...
tausend revolutionäre küsse nach lozärn!


AutorIn: kritische bemerkung
  Besitzt Luzerner Polizei "Totschläger"?
04.12.2007 04:19  
PigBrother.info liegt ein Foto vor, das zwei Luzerner Polizeigrenadiere zeigt, die mit Stahlruten ausgerüstet sind. Anscheinend wurde diese Offensiv-Waffe klammheimlich angeschafft, die eigentlich laut Gesetz verboten ist.

In Zürich sah die Polizei von der Anschaffung dieser Waffe ab, weil PigBrother mit einer Anzeige gegen den am 1. Mai 2001 zuschlagenden Polizeibeamten sowie den verantwortlichen Polizeikommandanten für schlechte Presse sorgte.

 http://www.ssi-media.com/pigbrother/Report1.5.01.htm

Da jedes Polizeikorps autonom Waffen beschaffen kann, kaufte die luzerner Polizei wie z.B. auch ihre genfer Kollegen diese blutige und brutale Waffe wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nur Parlamentarier dürfen diesbezügliche Anfragen an die Polizei richten, die ihre Beschaffungskriterien und Einsatzdoktrin offen legen müssen.

PigB.


AutorIn: http://www.PigBrother.info | Web:: http://www.PigBrother.info
  stahlknüppel
04.12.2007 04:56  
in luzern setzte die polizei offensichtlich auch so genannte stahl-teleskop-stöcke ein (siehe bild, von  http://ch.indymedia.org/de/2007/12/55020.shtml ).

dabei handelt es sich um ein produkt der firma asp, siehe z.b.  http://www.defensedevices.com/aspbaton16inch.html

diese waffen wurden seinerzeits von der stapo und kapo zürich nach einem mini-skandal um einen unautorisierten einsatz offiziell nicht eingeführt, hingegen von diversen anderen polizeikorps schon, vgl. auch  http://www.ssi-media.com/pigbrother/Stahlrudi.htm

u.a. die genfer polizei setzt diese waffe seit jahren ein, wie "üblich" meist mit gefärlichen kopfverletzungen  http://www.ssi-media.com/pigbrother/Report2003Part2.htm#9


AutorIn: PigBrother.info
  Da stimmt doch was nicht...
04.12.2007 18:37  
 http://ch.indymedia.org/images/2007/12/55116.jpg
Bei den Knüppeln auf dieser Abbildung handelt es sich mit nichten um Stahlruten - das sind PR24 NX Tonfa-Schlagstöcke der Firma Monadnock - eindeutig erkenntbar am kurzen Seitengriff. Hier nochmal eine Abbildung, die das bestätigen sollte:
 http://www.cop-gmbh.de/images/product_images/info_images/424%200NX%231.jpg

Da solltet ihr dringend nochmal richtig recherchieren! Auch bei dem im Leitartikel gezeigten Teleskoptonfa handelt es sich nicht um einen von den Cops benutzten. Die verwenden nur Teli-Tonfas von Bonowi oder Monadnock. Bei dem gezeigten handelt es sich um ein minderwertiges No-Name-Produkt.

PR24NX sind in Deutschland v.a. bei Zivibullen im Einsatz. Das Ausfahrelement ist aus kunststoffverstärktem Aluminium, weshalb die Spitze des Tonfas schwerer ist, als bei anderen Teleskopausführungen (PR24 XTS) oder starren Tonfas. Die Folge ist eine vielfach höhere Schlagenergie mit entsprechenden Folgen.

Und natürlich werden Tonfas nicht nur zum Fixieren genutzt. Das ist ja mal dreist, was eure Bullen da behaupten. Ich sag nur: Tonfadrehschlag / Spin, da wächst kein Gras mehr. Hier Zivi mit PR24 im Einsatz bei einer Demo in Berlin vor 2 Jahren:  http://sondereinheit.fateback.com/bilder/rouven_k.jpg

MaG aus dem Norden!



AutorIn: Automat
  seitengriff
04.12.2007 21:47  
hoppla, stimmt, den diskreten seitengriff hatten wir übersehen, mensch lernt nie aus, danke für hinweis!

jedoch handelt es sich trotzdem nicht um die "normalen" monadnock pr-24 xts teleskop-tonfas, wie sie auch andere ch-polizeikorps benutzen, dafür sind sie zu schmal, und zwar sowohl der eigentliche stock wie auch der seitengriff inkl. knopf. wahrscheinlich handelt es sich um die schmalere version "control device 24" derselben firma, im bild in der mitte (unten die kürzere 21 zoll version). grösseres bild:  http://www.chiefsupply.com/images/products/600/MD1124.jpg

deshalb auch die grössere ähnlichkeit mit asp, obwohl letztere keinen seitengriff haben und aus 3 ausziehbaren elementen bestehen (statt 2).


AutorIn: pigb.
  Der Mehrzweckeinsatzstock: Mehr als "nur" e
13.09.2012 00:50  
Es stimmt, was die Luzerner Bullen über die weitergehenden Anwendungsmöglichkeiten des Tonfas sagen: Mit ihm sind Jiu-Jitsu-Techniken wie Armhebel und Abführgriffe möglich. Außerdem bietet er im Gegensatz zum "normalen" Knüppel eine bessere Schutzmöglichkeit auch für ungeübte Bullen. Aber das ist nicht der Grund für seine Beliebtheit in Polizeikreisen.

Der Tonfa ist eine viel krassere Waffe als ein "normaler" Schlagstock, da er es im Gegensatz zum "normalen" Schlagstock ermöglicht, mit nicht verdrehtem Handgelenk geführt zu werden. Dadurch kann jede Karatetechnik auch mit Tonfa ausgeführt werden, es handelt sich beim Tonfa um eine der vier klassischen Karatewaffen. Ursprünglich stammt die Waffe auch aus dem Heimatland des Karate: Okinawa.

Der Tonfa kann in den Händen eines geübten Anwenders viel dosierter benutzt werden als ein "normaler" Schlagstock, doch das setzt ein jahrelanges Kampftraining voraus. Mit einem Tonfa kann man ansatzlos schlagen und stoßen, so dass meist keine Zeit für Abwehrbewegungen bleibt. Zudem ist ein Polizeitonfa meist härter (Polycarbonat oder in der ausfahrbaren Form teilweise oder auch ganz aus Metall) als die klassischen Gummiknüppel.

Wenn die Erfahrung im Umgang mit dem Tonfa fehlt, wird er oft in der "eingeklappten" Trageweise am Unterarm verwendet, um mit dem kurzen  http://jiujitsurevealed.blogspot.com/2012/09/secrets-of-valente-brothers-unveiled.html Ende in die Magengegend oder in den Unterleib zu stechen. Diese Stiche sind für Außenstehende nur schwer zu erkennen, hinterlassen aber aufgrund der Konzentration der gesamten Stoßkraft auf einen sehr kleinen Auftreffpunkt starke Verletzungen. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch die "Hammerschläge" mit dem kurzen Ende. Sie sind zwar gut zu erkennen, durch die Wucht jedoch weit stärker als die Stiche.

In Deutschland wurden Tonfas Ende der 80er eingeführt, hier gibt es keine Diskussion mehr um ihren Einsatz. Wenn das in der Schweiz anders sein sollte, ist eine öffentliche Diskussion dringend geboten. Falls ein Referent benötigt wird, wendet euch an die Autonome Antifa Freiburg im Breisgau.

karate ni sente nashi - fuck the police!




AutorIn: Der Mehrzweckeinsatzstock: Mehr als "n
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