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 :: Polizeiaufgebot verhinderte Mahnwache ::
 Themen | Migration/Antira/NoBorder | Repression/Knast 29-03-2007 19:22
AutorIn : aktionsgruppe freiheit für mehmet esiyok : http://
Heute Nachmittag gegen 16.30h versammelten sich fast 30 Personen vor der Zufahrtsstrasse zur Gefängnisstation des Inselspitals zu einer Mahnwache für Mehmet Esiyok. Während ca. einer Stunde informierten wir Passantinnen und Passanten über die Situation des politischen Gefangenen Mehmet Esiyok. Wir verteilten Flugblätter und hängten drei Transparente auf.
Nach etwa einer Stunde tauchte völlig unerwartet und unnötigerweise die Polizei auf. Die Verantwortlichen des Inselspitals hatte angeordnet, uns vom Platz wegzuräumen. Wir waren uns keiner Schuld bewusst, da wir uns immer höflich und ruhig verhalten haben - wir befanden uns ja schliesslich auf einem Spitalgelände. Wir dachten ausserdem die freie Meinungsäusserung und das Verteilen von Flugblättern sei in einer Demokratie erlaubt. Dem ist offenbar nicht so.
Nach dieser Aufforderung, uns vom Platz zu entfernen, machten wir das Angebot, in einer Viertelstunde den Ort zu verlassen. Die Polizei lehnte das Angebot ab und drohte mit einer sofortigen, gewalttätigen Räumung und Verhaftung sämtlicher beteiligten Personen. Angesichts dieser völlig unverhältnismässigen Drohungen und dem grossen Polizeiaufgebot, zogen wir es vor, den Platz "freiwillig" zu verlassen.

Schon am Samstag, 17.3. wurde einer Demo der Zugang vor die Gefängnisstation Insel durch ein übermässiges Polizeiaufgebot (50 Beamte) verweigert. Diese weitere Überreaktion der Inselspitalverantwortlichen und der Polizei verurteilen wir aufs Schärfste. Sie zeigt ungeschminkt den repressiven Charakter des fremdenfeindlichen Schweizer Staats. Die Verantwortlichen der Insel respektieren den freien Willen einer Person offenbar nur, wenn es darum geht, diese sterben zu lassen. Diejenigen, die sich für das Leben und die Freiheit einsetzen, werden dagegen nicht toleriert.
Wir fordern weiterhin die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen und den sofortigen Abbruch von Auslieferungen an Folterstaaten wie der Türkei.

Heute ist nicht alle Tage - wir kommen wieder, keine Frage!
Freiheit für Mehmet Esiyok!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Wir werden keine Ruhe geben, bis wir ohne Knäste leben!
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  Hungerstreikenden sterben lassen
29.03.2007 22:04  
Hungerstreikenden sterben lassen

Ärzte im Gewissenskonflikt: Ein Kurde will mit einem Hungerstreik im Inselspital seine Auslieferung verhindern – bis zu seinem Tod
Wenn der Kurde Mehmet Esiyok in der Gefängnisabteilung des Berner Inselspitals seinen Hungerstreik bis zur letzten Konsequenz fortsetzt, wird man ihn sterben lassen: Die Ärzte werden seinen Willen respektieren, ihn nicht zwangsweise ernähren.


Mitte März war Mehmet Esiyok, ein ehemaliges Kadermitglied der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), nach 42-tägigem Hungerstreik von der Ausschaffungshaft in die Gefängnisabteilung des Berner Inselspitals verlegt worden («Bund» vom 19. März). Dort verbietet er den Ärzten und Pflegenden, ihn zu ernähren – auch wenn er ins Koma falle. Diesem Willen des Patienten komme man zwar nach, sagt Inselspital-Mediensprecher Markus Hächler. Doch man bemühe sich, ihn am Leben zu erhalten, ihn von seinem Entscheid abzubringen: «Wir stellen ihm jederzeit gesüssten Tee zur Verfügung und reden mit ihm.» Doch wenn er ins Koma fallen sollte, würde nichts dagegen getan.

Hungerstreik sei zu respektieren

Für Plasch Spescha, den leitenden katholischen Seelsorger des Inselspitals und Vorsitzenden der Insel-Ethikkommission, ist der Fall klar: Der Wille des Hungerstreikenden, der bei voller Urteilskraft die Nahrung verweigere, sei zu respektieren. Dies entspreche den Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW). Ein Hungerstreik sei eine politische Handlung, die «zum Arsenal der gewaltfreien Strategien» gehöre. Wer bewusst diese Strategie wähle, habe damit zu rechnen, dass sein Gegenüber nicht darauf eingehe. Ein Hungerstreik werde von der einen Seite als Druckmittel wahrgenommen, die andere Seite betrachte ihn als legitime Strategie und knüpfe dann die Hoffnung daran, der auslösende Entscheid möge umgestossen werden. Doch der Ausgang sei eben offen – Leben oder Tod.

Für Ärzte und Pflegende habe dabei der Wille des Patienten erste Priorität: «Sie müssen ihn sterben lassen, wenn es tatsächlich so weit kommt.» Man biete den Leuten aber in jedem Fall «Nahrung und vor allem etwas zu trinken» an und versuche, im Gespräch «auch Hinweise auf die Nachhaltigkeit ihres Entscheids» zu erfahren.

«Dilemma besteht so oder so»

Für Plasch Spescha gibt es auch in diesem Fall «kein medizinisches Argument gegen den politisch motivierten Willen des Patienten», auch wenn Ärzte und Pflegende in einen Gewissenskonflikt geraten. «Ein Dilemma besteht so oder so», sagt er, «auch dann, wenn sie einen Patienten gegen seinen Willen behandeln wollten.» Spescha stellt fest, Hungerstreikende hätten «dann oft den letzten Schritt doch nicht getan».

Unter falscher Identität

Mehmet Esiyok war im Dezember 2005 unter falscher Identität in die Schweiz geflüchtet und hatte hier ein Asylgesuch gestellt, das abgewiesen wurde. Esiyoks Auslieferung machen die Schweizer Behörden jedoch von Menschenrechtsgarantien in der Türkei abhängig. Etwa 2000 Personen gingen am 3. März in Zürich für den Kurden auf die Strasse. Und am 17. März zogen 60 Personen von der Berner Heiliggeistkirche zum Inselspital, um gegen seine Auslieferung zu protestieren.


EXTRA


Der Fall der Zeugin Jehovas

Damals ging es um die Verweigerung einer Bluttransfusion: Nachdem eine 20-jährige Frau 1991 im Berner Lindenhofspital eine gesunde Tochter zur Welt gebracht hatte, kam es zu Komplikationen. Weil sie als Angehörige der Zeugen Jehovas aber fremdes Blut nicht akzeptierte, starb sie. Der Arzt hatte den Willen der Frau respektiert, wies aber fortan aus Gewissensgründen entsprechende Patientinnen ab.

Vier Jahre nach diesem Vorfall entschieden die Untersuchungsbehörden, der Arzt sei strafrechtlich nicht zu verfolgen. Er habe die Frau und ihre Angehörigen mit aller Deutlichkeit auf mögliche tragische Folgen der Bluttransfusionsverweigerung hingewiesen. Und: Der ethische Konflikt eines Arztes, gegen die Weigerung einer willensfähigen Patientin eine Heilbehandlung durchzusetzen, sei «nicht durch das öffentliche Recht zu lösen». (wd)



AutorIn: Der Bund 29.3.07
  Freiheit für Zeynep Yesil
30.03.2007 09:47  
Ich finde sehr gut was ihr macht mit der Mahnwache, mit den Flyers und den Demos. Eine die aber auch mit Namen genannt werden MUSS ist Zeynep Yesil. Als Frau und als politische Gefangene braucht sie unsere Unterstützung. Ich weiss, dass es schlicht nicht möglich ist, jeder politische Gefangene in der Schweiz beim Namen zu nennen und für ihn so zu kämpfen wie wir es für Erdogan getan haben. Für eine Frau und eine politische Gefangene zu kämpfen sollte aber doch möglich sein. Es fällt mir auf, dass immer Männer beim Namen genannt werden. Seien es politische Gefangene oder politische Kämpfer. Wo bleibt eure Solidarität mit den gefangenen Frauen wo die Solidarität mit den Kämpferinnen.

Freiheit für Zeynep Yesil!!


AutorIn: Flurrine
  Der Bund 30.3.07
30.03.2007 11:11  
Mahnwache für Esiyok


Stadt Bern Gestern Nachmittag versammelten sich, gemäss Angaben der Teilnehmer, gegen 30 Personen bei der Gefängnisstation des Inselspitals zu einer Mahnwache für Mehmet Esiyok. Der Kurde befindet sich im Hungerstreik, um seine Auslieferung in die Türkei zu verhindern. Es seien Flugblätter verteilt und Transparente verteilt worden, heisst es weiter in einer Mitteilung.



AutorIn: Medien
  wo bleiben die infos über die gefangenen frauen?
30.03.2007 11:16  
bitte bringt doch mehr infos zu anderen politischen gefangenen und gründet unterstützungsgruppen. wir helfen gerne, können aber nicht die ganze arbeit alleine machen.


AutorIn: einer aus der esiyok aktionsgruppe
  Freiheit für Zeynep und Esiok
30.03.2007 15:52  
starten wir die kampagne jetzt!


AutorIn: soli
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