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Nicht nur George W. Bush (mit Double) und Tony Blair, nein auch Marcel Ospel, Peter Brabeck und Daniel Vasella waren u.a gestern in Burgdorf zu bestaunen. Für einmal wirkten die sonst so erfolgreichen Geschäftsleute und einflussreichen Politiker eher betrübt, hatten sie doch kurz zuvor vom tragischen Dahinscheiden des World Economic Forums erfahren. In einer Trauerprozession zogen sie durch die Burgdorfer Unterstadt, ständig begleitet von Gevatter Tod und seinen Gehilfen, sowie den sterblichen Überresten des WEF in einem Sarg. Mit Slogans wie "Mehr Geld für die Reichen", "Das WEF braucht euch!" oder "Werdet ärmer!" versuchten sie auf ihr tragisches Schicksal und den Verlust ihres Welteroberungsforums aufmerksam zu machen. Leider hatten die Armen dieser Welt kein Erbarmen und die meisten Almosen die vor der BEKB gespendet wurden, mussten die Reichen aus ihrer eigenen Tasche berappen. Nach einiger Zeit zog der Trauermarsch weiter vor die Migros, wo sie mittels eines grossen Monopoly-Spielbrettes versuchten, die Welt und unerschlossene Märkte doch noch ein bisschen unter sich aufzuteilen. So konnten in dem Würfelspiel beispielsweise geschmierte Politiker, Wasserquellen in Südamerika, freie Gewässerverschmutzung oder der Erlass von CO2-Abgaben erstanden werden. Alle gaben sich redlich Mühe und waren auch sichtlich mit ihren Leistungen zufrieden, jedenfalls hatte sich bis zum Ende des Spiels die Laune der Politiker und Wirtschaftsbosse bereits erheblich gebessert. Nach diesem Intermezzo zogen sie also weiter (selbstverständlich erst nachdem der Champagner geleert war) und fanden sich vor der Hauptpost zu einem legendären Fussballspiel der Reichen gegen die Armen ein. Die drei in Jutesäcke gekleideten, teilweise handicappierten Armen hatten leider kein Brot - auch in diesem Spiel nicht - so gewann die Übermacht der Reichen das Spiel mit der unterdimensionierten Erdkugel spielend. Vielleicht lag es auch daran, dass sie, durch ihre jahrelange Erfahrung in diesem Gebiet, schlichtweg weniger Skrupel hatten, die Erdkugel so richtig mit Füssen zu treten. Nachdem die Armen verspielt hatten bewegte sich der Trauermarsch ein letztes mal durch die Unterstadt um dann erschöpft und müde nach Hause zurück zu kehren und die Erinnerung an das WEF endgültig zu begraben. Trotz des toten Forums, welches uns allen sehr fehlen wird, sind wir zuversichtlich, dass die Wirtschafter und Politiker alles daran setzen werden, weitere Absprachen und Umverteilungen zu Ungunsten der Welt und zu ihrer Profitmaximierung treffen zu können. |
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