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 :: WEF - Na und? ::
16-01-2007 22:53
AutorIn : BGKN : http://www.bgkn.tk
Weg mit ausbeuterischen Grosskonzernen! Weg mit raffgierigen Managern! Weg mit den Bonzentreffen! Das klingt alles furchtbar radikal, doch was da allenthalben gefordert wird, verändert den Zustand der Welt bloss geringfügig und stützt das Bestehende. So werden bloss vermeintlich besonders schlimme Auswüchse angeprangert, statt den Kapitalismus als Ganzes ins Blickfeld zu nehmen. Auch ohne Grosskonzerne muss man morgens um halb sieben Uhr aufstehen und täglich seine Arbeitskraft verkaufen. Wenn die Manager weg sind, dann fliesst beispielsweise mehr Geld in den Verwaltungsrat und den Akkumulationsfonds. Und wenn die «Bonzentreffen» nicht mehr stattfinden, werden die politischen Rahmenbedingungen der kapitalistischen Wirtschaft anderweitig geregelt. Kurz: Der Kapitalismus funktioniert mitsamt seinen Begleiterscheinungen auch ganz gut, wenn all die moralischen Forderungen umgesetzt würden.
Diesen Forderungen liegt nebst dem Versuch, mittels populistischer Parolen an die «Massen» zu gelangen häufig ein grundsätzliches Missverständnis von der Funktion des Kapitalismus zugrunde: Der Kapitalismus zeichnet sich gerade nicht dadurch aus, dass er von einzelnen unmoralischen Managern oder besonders ausbeuterischen Unternehmen beherrscht oder gesteuert wird. Vielmehr sind diese selbst ökonomischen Zwängen unterworfen. In der kapitalistischen Logik der Konkurrenz ist das einzelne Unternehmen bei Gefahr des Untergangs gezwungen, die Profite möglichst hoch zu halten. Das bedeutet, dass sie Lohnkürzungen, Entlassungen und Verlagerungen der Produktion umsetzen müssen, wenn ihre Konkurrenten dies tun. Genau darum können sich die ArbeiterInnen nur kollektiv und in der globalisierten Wirtschaft weltweit zur Wehr setzen.

Versucht sich ein Unternehmen diesem Zwang zu entziehen, wird es früher oder später von der Konkurrenz aufgefressen. Da das funktionieren der Wirtschaft nicht alleine durch die Konkurrenz (oder die viel genannte «unsichtbare Hand des Marktes») gewährleistet werden kann, benötigt das Kapital politische Regulierungsinstanzen, welche die Verwertungsbedingungen garantieren. Was sich am WEF trifft, ist das Personal eben dieser Instanzen, welches alljährlich wieder versucht, Perspektiven für das Kapital zu eröffnen und Krisentendenzen abzufedern. Doch statt nun dieses Personal zu brandmarken und durch diese Personalisierung die wirklichen Ursachen aus den Augen zu verlieren, muss die kapitalistische Gesellschaft als Ganzes umgestürzt werden.

Denn diese kapitalistische Gesellschaftsform bedeutet: Statt dass alle gemeinsam über die Produktion bestimmen, werden die ArbeiterInnen von den Produktionsmitteln getrennt und dadurch gezwungen, immer wieder aufs Neue ihr einziges Gut zu verkaufen: ihre Arbeitskraft. Für diesen beständigen Verkauf erhalten sie einen Lohn, der immer unter dem Wert des von ihnen produzierten bleiben muss (sonst macht das Unternehmen keinen Profit). Das Problem, mit welchem wir es zu tun haben, ist also ein strukturelles, ein Problem des Kapitalismus als Gesellschaftsform. Und eben diese gilt es dort anzugreifen, wo sie täglich produziert und reproduziert wird: in unserem Alltag am Arbeitsplatz, in der Schule, an der Uni. In unserem täglichen und zwangsweisen Funktionieren sind wir alle mehr oder weniger rund laufende Rädchen des Ganzen. Dieser Tatsache kann man sich auch nicht entziehen, indem man einen Tag im Jahr auf die Strasse geht um seinen Unmut über Bonzen rauszuschreien und den McDonald´s boykottiert. Der Kapitalismus kann nur dort effektiv bekämpft werden, wo er (re)produziert wird. Genau darum muss man sich im Alltag organisieren und in jene Kämpfe intervenieren, die sich an den Bruchstellen der Gesellschaft abspielen.

Will man den Kapitalismus abschaffen, ist es falsch die Welt in gutes und böses Kapital einzuteilen. McDonald´s ist bei genauerer Betrachtung eben nur die erfolgreichere Variante des Hamburgerstandes von nebenan, trotzdem sind beide der gleichen kapitalistischen Logik des Wirtschaftens unterworfen. Nur wenn wir den Kapitalismus als das begreifen, was er ist – nämlich ein alles durchdringendes gesellschaftliches Verhältnis – können wir eine ernsthafte Perspektive entwickeln, die jenseits von Ausbeutung und Ungleichheit liegt. In diesem Sinne: Den kapitalistischen Alltag durchbrechen!
------


Das Bündnis gegen Kapital und Nation (bgkn*) ist ein überregionaler Zusammenschluss von Gruppen, Teilgruppen und Einzelpersonen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, gemeinsam antikapitalistische Aktivitäten zu entwickeln. Uns eint die Ablehnung der kapitalistischen Verhältnisse und die Erkenntnis, dass diese nur angegriffen werden können, wenn man sich im Alltag organisiert und dort aktiv wird, wo das Kapital produziert und reproduziert wird.

Wir sind keiner spezifischen linken Strömung verpflichtet. Im bgkn* finden sich sowohl marxsche Ansätze als auch libertäre/anarchistische Tendenzen. Wir sind der Meinung, dass sich dies nicht ausschliesst, sondern im Gegenteil aus der historischen Erfahrung eine Synthese notwendig ist. Gemeinsam ist uns die Erkenntnis, dass der Kapitalismus als ganzes abgeschafft werden muss und Teilkämpfe immer blosse Abwehrkämpfe sein können. Daher finden wir zwar, dass man gegen die verschiedenen Unterdrückungsformen im Kapitalismus vorgehen muss, es ist aber nicht die Absicht des bgkn* seine Energien in diesen verschiedenen Bereichen zu verausgaben. Auch sehen wir «befreite Nationen» oder andere Zwangskollektive nicht als Perspektive für unser Handeln. Unser Ziel ist schliesslich die Aufhebung der Zustände mit all ihren Folgeerscheinungen durch eine Bewegung von unten, daher versteht es sich von selbst, dass für uns auch jede konstruktive Mitarbeit für diese Gesellschaft ausgeschlossen ist.

Das bgkn* ist ein offener Zusammenschluss, der sich über weitere Beteiligung freut. Unsere Sitzungen sind nicht notwendig immer am selben Ort, sondern können je nach Beteiligten in die jeweiligen Städte verlegt werden. Um im bgkn* mitmachen zu können, braucht es eigentlich bloss Motivation und die Zustimmung zu den in diesem Text genannten Punkten.

Fragen beantworten wir gerne per Email.
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Veranstaltungsreihe
Das bgkn* organisiert eine Veranstaltungsreihe, an welcher wir darüber diskutieren, was es bedeutet, sich im Alltag zu organisieren und in bestehende Kämpfe zu intervenieren. Wir wollen dabei, von konkreten Auseinandersetzungen ausgehend, Perspektiven aber auch Gefahren und Probleme von Versuchen antikapitalistischer Praxis anschauen. Die Veranstaltungen werden in verschiedenen Städten stattfinden. Ihr findet auf dieser Homepage laufend aktuelle Hinweise zu den Veranstaltungen.
 :: 8 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  Kritik
17.01.2007 00:12  
Die Positionen dieser bgkn sind ganz korrekt. Aber der Inhalt ist falsch und geht - wie so oft - nicht von der Realität aus. Statt die konkrete Situation einer konkreten Bewegung zu analysieren, geht der Text von einer Projektion aus.

Er beginnt - wie viele damals Antideutsche Kritik (ohne die BGKN inhaltlich in diese Ecke zu stellen) - damit, dass er eine Mobilisierung oder Bewegung oder Organisationen verabsolutiert und vereinfacht. Er sagt, da sei eine Bewegung und die ist unreflektiert usw. . Mit selber völliger Vereinfachung setzten sich die Antideutschen von der Antikriegsbewegung ab. Die Gemeinsamkeit besteht hier bei der vereinfachenden, verabsolutierenden Behauptung über das Objekt der Kritik, "die Bewegung".

Die Gründe dafür sind eigentlich nicht schlecht. Es ist die Positionierung und das Auffallen einer sich konstituierenden Organisation innerhalb der Linken. Da kann es verschiedene Mittel geben. Diese jedoch ist gefährlich, weil sie entweder zu einer Spaltung und Polarisierung führt (siehe Antideutsche), und weil sie plumpe Unterstellungen oder eben Vorurteile über Bewegungen fördert und somit eine dialektische Analyse völlig sabotiert.

Als Beispiel für eine solche Herangehensweise könnte man Texte der IKS (internationale kommunistische Strömung) lesen (Auch hier nur bezogen auf die Methode). Diese geben in ihren Artikeln gerne Aussagen oder Positionen von jungen, vielleicht weniger differenzierten Leuten / Organisationen, vereinfachend wieder, um ihre eigene Position daraufhin wiederzugeben.

Natürlich sind einzelne - undifferenziertere - Positionen innerhalb einer Bewegung auch Ausdruck einer realen Tendenz und geben somit - als pointierte, exemplarische Position - auch Hinweise auf die Konsequenz, die aus gewissen Strömungen folgt. Also kann man diese auch nutzen, um allgemeinere Tendenzen der Strömungen zu kritisieren. Dies soll wohl der obige Text u.a. bezwecken. Aber gleichzeitig wird - so reduziert, wie er hier leider ist - auch ein falsches Bild von der realen Bewegung verbreitet. Das kann nicht Ziel eines Bündnisses sein, welches sich sonst so unglaublich differenziert ausdrückt und irgendwie den herrschenden Verhältnissen etwas entgegensetzen will.

Es bleibt zu hoffen, dass die "Bewegungslinke" sich der Inhalte der BGKN annimmt und aus dafür die undialektischen Methoden verwirft. Dann hätte diese Intervention - ausser dem Branding - auch nen konstruktiven Effekt.

Mit solidarischen Grüssen


AutorIn: ML_Kommunist ; )
  hä
17.01.2007 00:33  
"Natürlich sind einzelne - undifferenziertere - Positionen innerhalb einer Bewegung auch Ausdruck einer realen Tendenz und geben somit - als pointierte, exemplarische Position - auch Hinweise auf die Konsequenz, die aus gewissen Strömungen folgt. Also kann man diese auch nutzen, um allgemeinere Tendenzen der Strömungen zu kritisieren. Dies soll wohl der obige Text u.a. bezwecken. Aber gleichzeitig wird - so reduziert, wie er hier leider ist - auch ein falsches Bild von der realen Bewegung verbreitet."

Einer der Leitsprüche des diesjährigen WEF-Mobilisierung heisst "Bonzen treffen, statt Bonzentreffen"... von wegen falschem Bild einer realen Bewegung (was für eine Bewegung eigentlich!?!)

"Das kann nicht Ziel eines Bündnisses sein, welches sich sonst so unglaublich differenziert ausdrückt [...]"

Wo hat sich dieses Bündnis denn sonst noch so ausgedrückt?



AutorIn: kein ml-marxist
  WEF-Demo in Basel aus der Basler Zeitung vom 16.1.
17.01.2007 12:56  
Demonstranten auf Schmusekurs

Basel. Eine Bewilligung für die geplante Anti-WEF-Demonstration liegt bisher nicht vor

CLAUDIA KENAN

Das Anti-WEF-Bündnis und die Polizei arbeiten vor der Anti-WEF-Demonstration eng zusammen. Eine Einigung scheint greifbar.

Die Basler Polizei wird am 27. Januar, dem Tag der geplanten nationalen Anti-WEF-Demonstration in Basel, im Hintergrund bleiben. «Die Polizei hat uns zugesichert, nicht in Vollmontur sichtbar präsent zu sein», sagt Heidi Mück, Grossrätin vom Grünen Bündnis und Gesuchstellerin für die Demonstrationsbewilligung. «Ich nehme Polizeikommandant Roberto Zalunardo dieses Versprechen ab.» Auch Klaus Mannhart, Sprecher der Basler Polizei, sieht keinen Grund zur Verunsicherung. «Die Organisatoren haben uns versprochen, sich an die vereinbarte Route zu halten», sagt er. «Ich glaube ihnen.»

Keine Bewilligung. Trotz Schmusekurs zwischen Polizei und Anti-WEF-Bündnis ist die Route aber noch immer ein Knackpunkt. Die Polizei will nicht, dass die Demonstration durch den unteren Teil der Freien Strasse führt. Für Heidi Mück ist die Freie Strasse wegen des hohen Publikumsaufkommens aber die «Königsroute». «Ob man uns die Freie Strasse überlässt oder nicht, ist auch eine politische Frage», sagt Heidi Mück.

Die Polizei ihrerseits argumentiert nicht politisch, sondern logistisch. «Im unteren Teil der Freien Strasse hat es am Samstagnachmittag schlicht zu viele Leute», sagt Klaus Mannhart. «Ausserdem führen Demonstrationen in der Regel durch die Falknerstrasse und so will es die Polizei auch am 27. Januar bei der Anti-WEF-Demonstration.»

Einigung in Sicht. Sowohl Heidi Mück als auch Klaus Mannhart gehen aber weiterhin von einer Einigung aus. «Das Wichtigste ist, dass wir eine bewilligte Demonstration durchführen können», sagt Heidi Mück. «Wir müssen uns einigen.» Dass die Demonstrationsroute an symbolträchtigen Orten wie der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Zollkreisdirektion und dem Bankenplatz vorbeiführt, ist indessen unangefochten.

Schwarzer Block. Laut Heidi Mück finden auch die Mitglieder vom Revolutionären Aufbau, dass die Demonstration an sich wichtiger ist als die Route. «Die Leute vom Revolutionären Aufbau Zürich werden beruhigend wirken, falls sich jemand wider Erwarten nicht an die Route halten will», sagt die Gross-rätin. Sie seien diejenigen, die auf die potenziell Gewaltbereiten den grössten Einfluss hätten.

Dieser Harmonie fühlt sich seit gestern auch die IG Kleinbasel verpflichtet. Die Forderung von letzter Woche nach einem Demonstrationsverbot zog Präsident Arthur Marti bereits zurück: «Wenn die Demonstration im Grossbasel stattfindet und Organisatoren und Polizei alles sauber eingefädelt haben, sind wir einverstanden.»

Unterdessen setzen immer mehr Menschen ihre Unterschrift unter das Demonstrationsgesuch. Waren es Ende letzter Woche noch 14, sind es mittlerweile bereits 17.


AutorIn: Leser
  @kein ml_kommunist
17.01.2007 13:43  
Im Gegensatz zum BGNK-Text geht mein Text ja auf die Inhalte ein. Ich habe ja (sogar 2mal) geschrieben, dass nicht primär ein Widerspruch zum Inhalt besteht. Der Text gibt einfach ne Kapitalismuskritik wider. That's it.

Aber desweiteren baut er auch Stereotypen auf und vermengt diese dann in einem Topf. Er zieht einzelne Sätze oder Parolen oder sogar reine Einbildungen zur Argumentation hinzu, die dennoch nichts mit der ganzen Realität zu tun haben. Es ist doch völlig absurd, eine Parole wie "Bonzen treffen, statt Bonzentreffen" als Beweis für die gemachten Unterstellungen zu nehmen. Wäre die BGNK wirklich interessiert an Erkenntnissen, dann hätte sie sich nicht nur auf Parolen und Einbildungen, sondern z. B. auf sonstige Hintergrundtexte bezogen. Das revolutionäre Bündnis hat ein Flugblatt herausgegeben (habe es zwar nicht gelesen), aber darauf wird nicht verwiesen. Die relevanten Organisationen (Aufbau, Anti-WTO-Koordination usw.) haben auch Unmengen an Material veröffentlicht. Und da gäbe es Differenzen, aber auch diese Differenzierung interessiert die BGNK offenbar nicht.

Meine Kritik richtet sich an die Methode, und da weist die BGNK Ähnlichkeiten mit der IKS auf oder eben mit den Zuschreibungen der Antideutschen.

Und dieser Satz: "Deine Anspielungen auf Antideutsche, selbst wenn du diese in Klammern relativierst, ist ein Taktik einen politischen Gegner in eine allg. unpopuläre Ecke zu stellen... Diese demagogische Vorgehensweise zieht sich durch deinen ganzen Text. Niergends wird auf die KONKRETE Kritik des Bündnis-Schreibens eingegangen..."

...zeigt, dass auch du dich nicht ein bisschen um z.B. geschriebenes wort kümmerst. Du unterstellst Taktik, anstatt mal zu versuchen, geschriebenes ernst zu nehmen. Ich hoffe, du bist dir bewusst, aus welcher "Denkrichtung" der Demagogie-Vorwurf ansonsten und historisch stammt (vgl. reaktionäre Abgrenzung gegen den selbstbestimmten "Pöbel" --> französische Revolution. Das Bürgertum hat dem Proletariat immer eine eigene Denkfähigkeit abgesprochen und damit Führer oder Demagogen heraufstilisiert). Und auf die konkrete Kritik, die eigentlich keine ist, bin ich mit einer positiven Bemerkung eingegangen.

Immer noch mit solidarischen Grüssen

Ps: Ich werde mich nicht noch ein drittes Mal wiederholen/posten. Indy ist kein Diskussions-Forum. Dennoch ist ja diese Auseinandersetzung immer noch sachlicher als der Mist, der von mafalda kommt.


AutorIn: ML_Kommunist
  diskussion
17.01.2007 13:55  
ihr blog (welches bei blogsport.de der antideutschen blogosphäre gehostet wird) ermöglicht die diskussion des artikels.

siehe dazu hier:  http://bgkn.blogsport.de/2007/01/16/wef-na-und/

die diskussion und auch die kritik kann dort gleich direkt angebracht werden.

ebenfalls stellt sich die frage ob ein emanzipativer umgang mit medien es ist, seine 1ten drei blogeinträge einfach in einen indymedia artikel zu kopieren. auch schon mal darüber nachgedacht?


AutorIn: kein diskussionsforum
  Indymedia-Geraune
17.01.2007 16:09  
Es ist ja erstmal eigentlich erfreulich, wenn sich unter einem Beitrag innert weniger Stunden so viele Kommentare finden lassen. Scheinbar hat der Text ja was getroffen. Dass sich die „Diskussion“ dann allerdings auf der Ebene abspielt, wie das hier der Fall ist, ist schade aber nicht atypisch für Indymedia. Auf Kommentare wie den von Herrn Kalt will ich mal gar nicht erst eingehen: Wo hat das bgkn* abgeschrieben? Wer ist da dabei? Wollen sie Akten anlegen oder sind sie bloss etwas borniert, Herr Kalt?

Es ist bezeichnend, dass gerade aus jener Ecke der inhaltlichste Beitrag kommt, dem man gemeinhin Diskussionsblockade und Dogmatismus vorwirft. Darum will ich auch auf den Beitrag von ML-Marxist antworten:

1. Wo geht es dem bgkn* um eine Kritik an DER Bewegung? Ist das Flugblatt nicht gerade so geschrieben, dass sich lediglich der erste Absatz auf einen falschen Ansatz bezieht (moralische Kritik/Personalisierung/etc.) und der Rest eine Beschreibung der Zustände plus die Andeutung einer Perspektive beinhaltet? Wenn jemand die kritisierten Ansätze nicht teilt, dann muss er/sie sich ja überhaupt nicht angesprochen fühlen. Wieso sollte das bgkn* auf die Materialien vom Aufbau/Anti-WTO eingehen? Die sind doch nicht Gegenstand der Kritik! Du machst da einen falschen Schluss, entweder aus falscher Assoziation oder aus Kalkül.

2. Es ist einigermassen unredlich, wenn das bgkn* implizit in die Ecke der Antideutschen (und du weißt sehr wohl, wie der Stier auf die blosse Erwähnung des roten Tuches reagiert) oder der IKS gerückt wird. Damit umgeht man jede inhaltliche Diskussion, weil jene Gruppen/Strömungen längst der Spalterei, der Praxisfeindlichkeit, der Studilastigkeit - und was man sich sonst noch schönes hat einfallen lassen - überführt wurden.

3. Wenn man mit eigenen Positionen im Rahmen eines Protestes auftritt, dann hat das immer zur Folge, dass man damit Leute anspricht und andere nicht. Wenn die Positionen dann noch pointiert sind, dann kann das durchaus dazu führen, dass eine gewisse Polarisierung auftritt. Daraus nun abzuleiten, dass man Spalten wolle, ist Denunziation. Nenn doch mal eine „plumpe Unterstellung“, die das bgkn* vorgenommen hat. Oder sag wo das bgkn* mit Stereotypen arbeitet.

4. Dass die „Bewegungslinke“ die Inhalte des bgkn* aufnimmt hoffe ich auch. Dass das bgkn* eine undialektische Methode verfolge ist allerdings ML-Jargon von seiner esoterischsten Seite. Schliesslich will das bgkn* im Nachfeld der Demos Diskussionsveranstaltungen genau mit den Leuten, die da in Basel oder St. Gallen sind, organisieren.

Es bestätigt sich einfach mal wieder (und damit ist ML-Marxist noch am wenigsten gemeint), was schon seit Jahren in der rad. Linken praktiziert wird: Die Diskussionen werden nicht über den Inhalt geführt, sondern sind geprägt von Eifersüchteleien, Denunziation und Kumpanentum. Ärgerlich, aber nach Jahren hab ich mich wohl endlich daran gewöhnt.


AutorIn: Khaled 44
  das grosse indymedia geraume...
17.01.2007 18:46  
...einfach so einen grossen haufen undifferenziert zu definieren, dass ist ja fast schon wie.... ja genau ... deine eigen kritik an den der "bewegung", wegen bösen bonzen und so....

wenn es jetzt alle ernst nehmen würden, das indymedia kein diskussionsforum ist und alle die diskussion unter dem blogeintrag führen würde, wäre es dann das grosse bgkn*-geraune..... uuuuuuhhhhhh ganz unheimliches geraune, das ist ja fast eine verschwörung.... think about it....


AutorIn: quark
  debatte im blog
18.01.2007 10:51  


AutorIn: glob
 :: Nicht inhaltliche Ergänzungen :
  1. demagogie — kein ml-marxist
  2. ein überregionales bündnis? — hans-dieter kalt
  3. heieiei — mehr widerstand
  4. gruppenä — hhh
  5. Ist doch ne super Sache! — Individualist-Optimist
  6. spassvogel — ...
  7. blogsport — blabla
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