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 :: Flugblatt zur gestrigen Demo in Bern ::
18-06-2006 13:22
AutorIn : agrg & left resistance[L.R] : http://
An der gestrigen Grossdemonstration unter dem Motto "Wir sind die Schweiz" in Bern wurde folgendes Flugblatt verteilt.
What are you waiting for…

Bereits zum zweiten Mal hat ein breites Bündnis, von der SP über die Unia bis zu ExponentInnen der ausserparlamentarischen Linken zu einer Grossdemonstration unter dem Motto „Wir sind die Schweiz“ aufgerufen. Im Folgenden legen wir dar, weshalb wir einen solchen Aufruf nicht unterstützen können und wollen.


Wer genau soll denn die Schweiz sein? Der dicke Manager mit Krawatte? Die Verkäuferin in der Migros? Der Tramchauffeur? Herr Blocher? DJ Bobo? Wir? Du?!
Gerade im Rahmen der Fussball-WM haben Patriotismus und die Identifikation mit der Nation Hochkonjunktur. Beinahe jedeR fiebert irgendwie – wenn auch nur ein bisschen – mit der „eigenen“ Nation mit. So mutiert dieser sportliche Anlass zu einem nationalistischen Schauspiel der Extraklasse, zumindest bis die „eigene“ Nationalmannschaft ausgeschieden ist.
Nationalistische Phrasen und das Hochstilisieren des Vaterlandes erfüllen dort ihre Aufgabe als Identifikationsstifter, wo die Befremdung der kapitalistischen Realität – mit welcher wir tagtäglich konfrontiert werden – anwächst. Denn anstatt die Wurzeln unseres alltäglichen Unwohlseins zu bekämpfen, akzeptieren wir Grenzen und Ausbeutung als unbedingte und unumstössliche Realitäten und finden uns damit ab, kein unbeschwertes Leben führen zu können. Als Stütze dient dabei die Identifikation mit der eigenen Nation, welche eine Projektion der Missstände auf alle, die nicht Teil „unseres“ Staates sind, ermöglicht. So werden AsylantINNen und MigrantINNen als Schuldige für Arbeitslosigkeit und ansteigende Kriminalität gebrandmarkt. Begünstigt wird dieses rassistische Klima durch gezielte Hetze seitens der Medien und von Rechtsaussen, sowie einer anwachsenden Repression gegen alle „Nicht-Schweizer“.
Betroffen müssen aber nicht nur Menschen mit ausländischer Herkunft innerhalb der Schweiz sein. Auch andere Staaten können für die schlechte Lage verantwortlich gemacht werden(als Beispiel sei hier der Anti-Amerikanismus genannt). Hauptsache, die weisse Weste der eigenen Nation bleibt dabei unbefleckt und der Mythos der humanitären Schweiz gewahrt.
Anscheinend sind sich auch die Unterzeichnenden des Aufrufs zur heutigen Demonstration nicht zu schade, mit Nationalismen und populistischen Mottos wie „Wir sind die Schweiz“ zu kokettieren. Ist dies bei einer etablierten Partei wie der SP noch einigermassen nachvollziehbar, so verwundert dennoch, dass auch Gruppierungen und Organisationen mit einem antistaatlichem Selbstverständnis den Aufruf unterzeichneten.

Im Aufruf ist von „Brandstiftern“, die „jahrelang ungestraft eine Hetzkampagne nach der anderen gegen MigrantInnen, sozial Schwache und Andersdenkende“ entfachen konnten, die Rede. Dass aber die SP vor einem Jahr „JA“ zu Schengen/Dublin und somit JA zu Verschärfungen im Asylwesen sagte, wird nirgendwo erwähnt.
Auch bleibt die Frage unbeantwortet, weshalb sich Sans-Papiers und MigrantINNen mit der Schweiz, also jenem Staat identifizieren sollten, der für Zwangsmassnahmen, Ausschaffungen und die tagtäglichen Repression ihnen gegenüber verantwortlich ist?
Zwar erkennen die Unterzeichnenden, dass Sozialabbau und neoliberaler Umbau nur umsetzbar werden, „wenn wir uns gegeneinander aufhetzen lassen: SchweizerInnen gegen AusländerInnen…“, die daraus resultierenden Konsequenz, scheinen sie allerdings ausblenden zu wollen: Die Ausgrenzung von Nicht-Angehörigen und Unterscheidung von Ausländern und Einwohnern, als auch guten(deren Arbeitskraft verwertet werden kann) und schlechten Ausländer(für die in der Wirtschaft keine Verwendung gefunden werden kann) sind immanente Bestandteile jedes Staates. Ihre Aufhebung kann nur durch die Aufhebung der Nation und des Kapitalismus erreicht werden.

Shutdown Switzerland !


left resistance[L.R]
agrg(Aktion gegen rechte Gewalt)


Kontakt:  left.resistance@immerda.ch

 http://agrg.imnetz.ch (z.Z. offline)
 agrg@immerda.ch

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