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Kultur: Ein einsamer Rufer auf einem Fahrrad in der Wüste, in der wüstenhaften Stadt, die sich im Ausnahmezustand befindet. Der Ausnahmezustand ist aber Normalzustand geworden. Eine Stimme, vox clamans in deserto. Auf der Strasse, dem Weg des Rufers, liegen Mäntel, sie tragen alttestamentarische Namen, sind Zeichen für Menschen deren Nacktheit, Scham, Tod, sind Zeugen der Geschichte, übriggebliebene der Wüstenwanderung, auf der wir uns je schon befinden, uns immer noch befinden. Ceterum censeo Davos esse delendam.
Sport: Das Entscheidungsspiel zwischen Eintracht Kapital und dem 1. FC (Fetzenclub) „Nix im Sack“ endete trotz zahlenmässiger Überlegenheit des Fetzenclubs mit dem Sieg des Kapitals. Leider wurde der Erdball, mit dem gespielt wurde, schon nach kurzer Zeit zerstört, was aber der Verbissenheit der beteiligten Mannschaften keinen Abbruch tat. Es muss angemerkt werden, dass die SpielerInnen des Fetzenclubs mit Ketten gefesselt und somit handicapiert waren. Auch der pozileiliche Schiedsrichter war mittels Schlagstock und Pfeife darum bemüht, ein der Wirklichkeit entsprechendes Spielende herbeizuführen.
Vermischte Meldungen: Leider wurde die traute Idylle des Aktionstages durch eine Horde missionierender „Jünger des Kapitals“ gestört. In Form von Lobliedern und Gebeten versuchten sie die Passanten von ihrem Credo „Konsum für mehr Kapital“ zu überzeugen. Besonders empörend war, dass die Nonnen und Mönche nicht nur auf öffentlichem Grund ihre Botschaft verkündeten, sondern auch in sämtlichen Kaufhäusern der Innenstadt missionierten und sogar neue Anhänger gewannen. Eine kleine Anzahl von Gegendemonstranten versuchte ihr Treiben, leider ohne Erfolg, zu unterbinden.
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