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Medienmitteilung zur RTS vom 21. Januar 2006
Gegen 1000 Personen übernahmen am 21. Januar die Strassen von Luzern um ihren Unmut gegen das WEF kundzutun. Das Strassenfest startete um 20:00 Uhr auf dem Theaterplatz und zog dann durch die Alt- und Neustadt von Luzern. Lustvoll und tanzend wurde auf das elitäre Kapitalistentreffen in Davos hingewiesen. Auf einigen Plätzen wurden Reden gehalten (unter anderem zum Thema WTO, WEF und NATO-Sicherheitskonferenz in München). Hiphop-Liveacts auf Soundmobils unterstützten die lautstarke Kritik. Die RTS wurde von uns, dem Anti-WEF-Bündnis Luzern organisiert und von mehreren Organisationen mitgetragen (u.a. JUSO Luzern, JGB Luzern, UNIA-Jugend Zentralschweiz).
„Das WEF ist überall – Unser Widerstand auch“ war das Motto der diesjährigen Anti-WEF-Kampagne. Wir sind der Meinung, dass die Herrschaft des Geldes sich nicht nur auf Davos beschränkt, sondern ein globales Problem darstellt, das unser alltägliches Leben beeinflusst. Luzern als globalisierte Touristenstadt, in der Konsum mehr Wert ist als Menschenleben, eignet sich hervorragend für einen solchen antikapitalistischen Protest. Der Denkzettel soll nicht nur nach Davos gehen, sondern alle Ausbeuter ermahnen auch die in Luzern. Die „politische Streetparade“ war teil des dezentralen Aktionstags gegen das World Economic Forum. In mehreren Städten (Lugano, Bern, Thun, Burgdorf, Genf, Basel, St. Gallen) gingen Hunderte Menschen auf die Strasse um zu zeigen, dass sie sich die selbsternannten Global Leaders auf den Mond wünschen (Raumfahrt die sich lohnt).
Unser Ziel: Die Abschaffung des WEFs. Wir glauben nicht an die heuchlerischen Weltverbesserungsvorträge, die in Davos abgehalten werden. Die Elite, die sich in den Luxushotels von Davos trifft, ist schuld an Umweltzerstörung, Armut, Ausbeutung und imperialistischen Kriegen. Wer nur auf den eigenen Vorteil und Gewinn bedacht ist, kann kein ehrliches Interesse an einer Verbesserung der sozialen Strukturen haben. Kapitalismus basiert auf Ausbeutung und Maximierung des Profits auf Kosten der sozial Schwächeren. Was das WEF propagiert ist Augenwischerei um mit der Akzeptanz einer breiten Bevölkerung ihre Drecksgeschäfte voranzutreiben. Auch das Open Forum in Davos sehen wir als reine Imageverbesserung, die die „Global Leaders“ in ein gutes Rampenlicht zu stellen versucht. Am Forum wird mit allen Mitteln ein völlig ausser Kontrolle geratenes System hinter einer Heilen-Welt-Fassade versteckt. Der Deckmantel der Humanität wird missbraucht um die unmenschlichen Zustände auf der Welt zu beschönigen.
Doch der Widerstand gegen das WEF für dieses Jahr ist noch nicht vorbei, er hat erst begonnen. Nächsten Samstag findet in Basel eine Demonstration gegen das WEF statt. Treffpunkt ist dabei um 13.30 Uhr beim Barfüsserplatz.
WEF stinkt!
Mit lieben Grüssen
Anti-WEF-Bündnis Luzern
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