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Auf der Strecke Rämistrasse – Niederdorf – Central – Limmatquai – Hechtplatz – Hirschenplatz wurden lautstark Parolen gegen das WEF im konkreten und gegen Kapitalismus, Krise und Krieg im allgemeinen skandiert. Mehrere Reden wurden gehalten. Mit gesprayten Parolen wurde zusätzlich ein bleibender Eindruck hinterlassen.
Wir finden es wichtig, dass man sich die Strasse als Ort des politischen Widerstandes und des Klassenkampfes nicht nehmen lässt. Auf der Strasse kommt zusammen, was ansonsten vereinzelt dem Sozialabbau, der Angriffe gegen die Errungenschaften, Entlassungen oder Arbeitslosigkeit "ausgeliefert" ist. Auf der Strasse können genau diese politischen Verbindungen zwischen den Kämpfen der ArbeiterInnen, der Schülerinnen oder AusländerInnen hergestellt und fassbar gemacht werden. Eine Bewilligung bei dem Staat einzuholen, den man als Teil des Problems betrachtet, halten wir für einen Widerspruch. Ganz grundsätzlich kommt in der Parole "Der Kapitalismus hat keine Fehler, er ist der Fehler" unsere Position zum Ausdruck. Wir gehen in unserer Kapitalismuskritik davon aus, dass die ökonomische Krise, die sie nicht in den Griff kriegen, im Kapitalismus selber angelegt ist. Die Schärfe mit dem sich das System gegen diese Krise zu wehren versucht, drückt sich in Kriegen, Ausbeutung und Verrohung gegen eine grosse Mehrheit der Menschen auf dieser Erde aus. Das WEF ist in diesem Sinne natürlich Teil davon und der Parole ist auch da sehr treffend. Für den Finanzplatz Schweiz ist dieses (wohl bemerkt private) Ereignis von grösster Wichtigkeit. Und somit nimmt dieses Ereignis im antikapitalistischen Kampf hier in der Schweiz einen gewissen Platz ein. Dass die ganze Repressionsmaschinerie die Gunst der Stunde nutzt, um neue repressive wie präventive Massnahmen, Gesetze und Vernehmlassungen durchzubringen, ist offensichtlich. Ein Blick in die Aufrüstung genügt. Damit sind nicht nur die zivilen, nein auch die militärischen Institutionen gemeint. Der Einsatz des Militärs in der inneren Sicherheit ist längst keine Schlagzeile mehr wert. Das hat sich in Evian/Genf während dem G8-Gipfel wie bei den letzten WEF's in davos gezeigt. Alles Grund genug, das WEF in seinen Fundamenten, den Finanzplatz Schweiz und den Staat, für den dieses (private) Ereignis von grösster Bedeutung, zu bekämpfen. Die Demo von Zürich ist eine Möglichkeit, viele andere gibt es zudem. Der Widerstand gegen das WEF lässt sich nicht spalten in gute und böse Formen.
Revolutionäres Aktionsbündnis, 21. Januar 2006
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also als sehr realitätsnah kann dieses schreiben wirklich nicht gelten. maximal 200 menschen nahmen an dieser kundgebung teil. die polizei war bestimmt nicht omnipresent, wenn sie überhaupt mal präsent war (im niederdorf zumindest nicht).
kritik:
"Wir finden es wichtig, dass man sich die Strasse als Ort des politischen Widerstandes und des Klassenkampfes nicht nehmen lässt. Auf der Strasse kommt zusammen, was ansonsten vereinzelt dem Sozialabbau, der Angriffe gegen die Errungenschaften, Entlassungen oder Arbeitslosigkeit "ausgeliefert" ist."
klar, dass ihr den klassenkampf (achtung, zynisch) und den kampf für den kommunismus überall sieht. nur, diese demo hat mit klassenkampf wohl herzlich wenig zu tun. erstens konnte die "klasse" gar nicht daran teilnehmen, da diese demo niergends angekündigt wurde (ausser in irgendwelchen geheimgrüppchen) und zweitens sah ich nun wirklich keine migrantInnen an dieser demo.
(achtung, nicht ganz emotionslos)
naja, solche (ideologisch) verblendete communiqués gleichen schon sehr den früheren veröffentlichungen der sowjetischen kp...