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 :: Tod im Polizeigewahrsam (UK) / NO SHOOT TO KILL! ::
 Themen | Medien/Netzaktivismus | Migration/Antira/NoBorder | Repression/Knast 19-12-2005 06:48
AutorIn : http://PigBrother.info
geliebt von ihren Familien - gestorben in Polizeigewahrsam - vom Staat betrogen Entgegen dem Image vom unbewaffneten "freundlichen Bobby" wird in Grossbritannien im Durchschnitt jede Woche mindestens jemand von Polizeibeamten getötet. Kein einziger verantwortlicher Beamter wurde bisher verurteilt, meist werden sie nicht einmal suspendiert. Seit einigen Jahren schliessen sich Familien und Freunde der Opfer zusammen und setzen die Behörden unter Druck.

Auch Deine Unterstützung ist gefragt: UNTERSCHREIBT DIE ONLINE-PETITION "NO SHOOT TO KILL!"  http://www.gopetition.co.uk/sign.php?currentregion=222&petid=7646
geliebt von ihren Familien - gestorben in Polizeigewahrsam - vom Staat betrogen
geliebt von ihren Familien - gestorben in Polizeigewahrsam - vom Staat betrogen


INHALTSÜBERSICHT

1) Über 1000 Opfer
2) Todesursache: Polizeiknüppel u.a.m.
3) Hinrichtungen mit Dum-Dum-Munition
4) Unter Ausschluss der Öffentlichkeit
5) Die sog. "unabhängige" Polizei-Beschwerde-Kommission
6) Wenn Beamte zu sehr lügen ...
7) United Families & Friends Campaign (UFFC)
8) Unterschreibt die Petition "NO SHOOT TO KILL!"
9) Der Film "Injustice"


1) ÜBER 1000 OPFER

International haben die unbewaffneten (genauer gesagt: "nur" mit Knüppeln und "Reizmittel"-Sprays bewaffneten) englischen "friedfertigen Bobbys" einen guten Ruf -- nicht zuletzt, weil ausser in örtlichen Betroffenenkreisen weitgehend unbekannt ist, dass aller schönen Propaganda zum Trotz in Grossbritannien seit 1969 über 1000 Personen in Polizeigewahrsam eines gewaltsamen Todes starben (Todesfälle in Knast und Psychiatrie NICHT mit eingerechnet)!

Statisiken zum Thema u.a.m. gibts auf der Homepage der NGO Inquest [  http://www.inquest.org.uk ]:
 http://inquest.gn.apc.org/statistics.html

Kaum überraschend handelt es sich bei den Opfern ausschliesslich um Farbige sowie um einige Weisse aus der Unterschicht, und die Todesfälle ereignen sich in entsprechenden Stadtteilen.


2) TODESURSACHE: POLIZEIKNÜPPEL u.a.m.

Die meisten Opfer starben qualvoll nach (selbstverständlich "unbeabsichtigten", weil auch in England eigentlich vorschriftswidrigen) Knüppelschlägen auf den Kopf, oder den sog. "lagebedingten Erstickungstod", wenn dem auf dem Bauch liegenden Opfer die gefesselten Hände auf dem Rücken hochgezogen werden, während ihm z.T. mehrere Beamte auf dem Rücken knien, je nach Belieben auch kombiniert mit gleichzeitiger "Reizmittel"-Dusche und sonstigen Handgreiflichkeiten usw. (Kam auch in Deutschland wie in der Schweiz schon vor -- inkl. denselben heuchlerischen Ausreden der schuldigen Beamten, welche -- Überraschung! -- auch hierzulande freigesprochen bzw. gar nicht erst angeklagt wurden.)


3) HINRICHTUNGEN MIT DUM-DUM-MUNITION

In letzter Zeit werden auch vermehrt (öfters völlig unschuldige) Verdächtige von Spezialkommandos der Polizei mittels Kopfschüssen regelrecht hingerichtet (sog. "Shoot To Kill Policy"). Wie erst diesen Herbst bekannt wurde auch mit im Kriegsfall verbotenen, moderneren Versionen von sog. Dum-Dum-Geschossen. (Diese werden mittlerweile auch von der deutschen Polizei in allen Bundesländern als Dienstmunition verwendet und sollen aktuell in der Schweiz nach erfolglosen Versuchen in den Jahren 2001 und 2003 einmal mehr für alle Beamten eingeführt werden -- Spezialkommandos sind auch in der Schweiz heute schon befugt, bei Sondereinsätzen Dum-Dum-artige "Mannstopp-Munition" einzusetzen).
[ siehe auch  http://ch.indymedia.org/de/2003/04/7985.shtml ]


4) UNTER AUSSCHLUSS DER ÖFFENTLICHKEIT

Allein seit 2000 wurden in England und Wales 17 Personen von der Polizei erschossen. Internationales Aufsehen erregte jedoch lediglich der Fall des am 22. Juli 2005 angeblich im Zusammenhang mit dem tags zuvor gescheiterten 2. Bombenattentat auf öffentliche Transporte in London erschossenen Brasilianers Jean Charles de Menezes. Dies auch lediglich nachdem einem Fernsehsender internes Polizeimaterial zugespielt wurde, das klipp und klar bewies, dass die offizielle Polizeiversion vom Terrorverdächtigen erstunken und erlogen war, worauf die entsprechenden Bilder und Meldungen über die Landesgrenzen hinaus die Runde machten.

Als Monate später bekannt wurde, dass de Menezes von mindestens 8 Dum-Dum-Schüssen getroffen wurde (darunter mehrere in den Kopf, von dem so gut wie nichts mehr übrig blieb), war das Medieninteresse bereits so gut wie nicht mehr existent.
 http://www.justice4jean.com
 http://uffc-annex.moonfruit.com/jeandemenezes

Schon gar nicht erst vorhanden war das Medieninteresse, als einige Monate zuvor am 30. April 2005 der 24-jährige Azelle Rodney im Rücksitz eines gestoppten Autos von einem Beamten in Zivil aus kurzer Distanz mit 7 Schüssen Serienfeuer aus einer Heckler & Koch G36C niedergestreckt wird. 5 Schüsse trafen ihn in den Kopf, 1 in den Rücken und 1 in die Schulter.
 http://www.azellerodney.co.uk

Die Firma Heckler & Koch preist auf ihren deutschen und amerikanischen Websites die G36C (eine kleinere und leichtere Version des Bundeswehr-Karabiners G36K) als für "spezifische, taktische Einsatzwecke, insbesondere im Bereich der Polizei entwickelte "Kompaktwaffe (...) mit den Abmessungen und der Feuerkraft einer Maschinenpistole, aber mit der Durchschlagskraft des Karabiner-Kalibers 5,56mm x 45".
 http://www.hkdefense.us/pages/military-le/rifles-carbines/g36c.html

Wie üblich wurde nach den Todesschüssen in der lokalen Presse (wenn überhaupt) grad mal die gelogene 1. Version der Polizei abgedruckt, Azelle Rodney sei bewaffnet gewesen. Bis heute weiss die Familie des Verstorbenen nicht, was an diesem Abend genau geschah, und werden die Angehörigen von der "unabhängigen" Untersuchungsinstanz IPCC hauptsächlich hingehalten.
 http://www.azellerodney.co.uk/ipcc_investigation_conclusion_13%20press%20release.htm
pdf-version mit zusätzichen Statements & infos, jedoch mit einer fehlenden Hervorhebung:  http://inquest.gn.apc.org/pdf/2005/Azelle_Rodney_IPCC_Protest_PR_12_05.pdf

Der Todesschütze wurde lediglich vom bewaffneten Dienst auf der Strasse vorerst suspendiert: Stattdessen ist er nun Schusswaffeninstruktor und lernt auszubildende Beamte wie sie u.a. ihre H&K Maschinenpistolen wirkungsvoll einzusetzen haben ...


5) DIE SOG. "UNABHÄNGIGE" POLIZEI-BESCHWERDE-KOMMISSION

Inzwischen haben die Polizei wie auch die "unabhängige" Untersuchungsinstanz "Independent" Police Complaints Commission (IPCC) die Behauptung, Azelle Rodney sei bewaffnet gewesen, intern klammheimlich wieder zurückgezogen, die zunächst in Umlauf gesetzte Falschmeldung jedoch wohlweislich nie öffentlich berichtigt.

Weiter vertritt die "unabhängige" IPCC keinen offiziellen Standpunkt dazu, dass -- wie aus den Akten hervorgeht -- der Todesschütze und seine Kollegen ihre Berichte vorschriftswidrig in gegenseitiger Absprache verfasst haben. Wenig überraschend auch, dass die IPCC das Verfahren gegen die Beamten verschleppt, während umgekehrt die Prozesse gegen den Fahrer und den Beifahrer des gestoppten Wagens schon in Kürze bevorstehen. (Beides auch in CH und BRD notorisch beliebte faule Tricks.)
 http://www.azellerodney.co.uk/ipcc_investigation_conclusion_13%20press%20release.htm
pdf-version mit zusätzichen Statements & infos, jedoch mit einer fehlenden Hervorhebung:  http://inquest.gn.apc.org/pdf/2005/Azelle_Rodney_IPCC_Protest_PR_12_05.pdf

Bezeichnenderweise firmierte die IPCC bis vor kurzem unter der Bezeichnung Police Complaints Authority (PCA) und war als solche auch offiziell der Polizei unterstellt. Erst am 1. April (!!!) 2004 wurde sie unter dem wachsenden Druck v.a. der sich in der United Friends & Families Campaign (UFFC) organisierenden Angehörigen von Polizeiopfern plötzlich kosmetisch reorganisiert und mit dem irreführenden Attribut "unabhängig" geschmückt.
 http://google.com/search?q=cache:gLMiiqfn33YJ:www.ipcc.gov.uk/internet_version.ppt

Obendrein ist auch die offizielle IPCC-Homepage zur Zeit der Niederschrift dieses Artikels die ganze Zeit offline bzw. lediglich über google's cache einsehbar und wimmelt nur so von falsch geschriebenen, ins Nichts führenden Links und vollmundig angekündigten Informationen, die auf den entsprechenden Seiten dann jedoch nicht enthalten sind, siehe z.B.  http://www.ipcc.gov.uk/index/information/about_ipcc.htm )
 http://www.ipcc.gov.uk


6) WENN BEAMTE ZU SEHR LÜGEN ...

Im Fall des 1999 (also lange vor dem sog. "Krieg gegen den Terror") irrtümlich als Bewaffneter erschossenen Harry Stanley haben die betroffenen Beamten das Juristische längst schmerzlos hinter sich: Gegen sie wurde nicht mal Anklage erhoben und sie sind nach wie vor im Dienst.
 http://www.azellerodney.co.uk/justice_for_harry_stanley_campai.htm
 http://uffc-annex.moonfruit.com/harrystanley

Auch dass Beamte z.T. noch während der laufenden "Stafuntersuchung" befördert werden, überrascht kaum: Nach genau denselben Mustern laufen bekanntlich auch hierzulande unzählige "Untersuchungen" der Polizei in eigener bzw. befreundeter Sache ab, unter wohlwollender Duldung der lokalen Justiz und Politik.
[ siehe auch  http://www.ssi-media.com/pigbrother/Report1.5.01.htm#32b ]


7) UNITED FAMILIES & FRIENDS CAMPAIGN (UFFC)

Für hiesige Verhältnisse ungewohnt ist dagegen, mit welcher Ausdauer und Hartnäckigkeit hinterbliebene Familienmitglieder und FreundInnen der Opfer sich zusammenschliessen und allen behördlichen Demütigungen und Schikanen zum Trotz sich lautstark dafür einsetzen, dass die verantwortlichen Beamten sich für ihre Taten vor einem ordentlichen Gericht rechtfertigen müss(t)en (wie dies ansonsten auch für jedeN normaleN BürgerIn der Fall wäre), damit ihren Verstorbenen wenigstens nach ihrem Tod noch Gerechtigkeit widerfährt.

Nebst gegenseitiger Hilfe und Protestaktionen bei konkreten Behördenentscheiden organisieren sie seit 1999 um den 22. Oktober herum jährlich einen öffentlichen Trauermarsch in London.

Unter "Family Campaigns" dokumentiert die UFFC-Homepage aktuell 26 Fälle von Polizeiopfern, weitere sind in Vorbereitung.
 http://www.uffc.org (Die Seite benötigt den neuesten Flashplayer und dauert je nach Internetverbindung ev. etwas zum laden, ist jedoch beides wert!)


8) UNTERSCHREIBT DIE ONLINE-PETITION "NO SHOOT TO KILL!"

Eine weitere aktualle Aktivität der UFFC und weiterer Organisationen ist die Kampagne zur Abschaffung der mittlerweile von den Behörden offensiv propagierten Todesschuss-Praxis inkl. Online-Petition.
HIER DIREKT UNTERSCHREIBEN:
 http://www.gopetition.co.uk/sign.php?currentregion=222&petid=7646

Nachfolgend eine Übersetzung des vollständigen Petitionstextes:

«Jean Charles de Menezes wurde am 22. Juli 2005 von bewaffneten Polizisten in der U-Bahn-Station Stockwell Tube station erschossen. Seine Exekution lenkte weltweit Aufmerksamkeit auf die Todesschuss-Praxis der Polizei, die sowohl der Premierminister wie auch der Londoner Polizeipräsident als Dauerzustand proklamieren.

Wir sagen 'NO SHOOT TO KILL' und verlangen das Ende dieser brutalen Praxis. Jean Charles war nicht das erste Opfer polizeilicher Todesschüsse - Derek Bennett, Azelle Rodney, Harry Stanley und James Ashley sind nur einige von vielen weiteren, die auf den Strassen Grossbritanniens von der Polizei erschossen wurden. Ihre Familien kämpfen heute noch um Gerechtigkeit.
[  http://uffc-annex.moonfruit.com/derekbennett ]
[  http://www.azellerodney.co.uk ]
[  http://uffc-annex.moonfruit.com/jamesashley ]
 http://uffc-annex.moonfruit.com/harrystanley ]

Wenn ihr die Familien unterstützen wollt, wenn Ihr die Verantwortlichen für diese Todesfälle vor Gericht sehen wollt, wenn Ihr Menschenrechte in Grossbritannien verteidigen wollt, so unterstützt diese Kampagne.
 http://www.gopetition.co.uk/sign.php?currentregion=222&petid=7646

Der so genannte 'Krieg gegen den Terror' wird als Entschuldigung benützt, um die Polizei verstärkt zu militarisieren und ihr verstärkt erweiterte Macht zu verleihen, die jetzt schon zu Justizirrtümern führt. Wenn wir jetzt nichts dagegen tun, werden noch weitere leiden. Unterstützt die 'NO SHOOT TO KILL' Kampagne und unterschreibt, bevor es zu spät ist.
 http://www.gopetition.co.uk/sign.php?currentregion=222&petid=7646

Liste der ErstunterzeichnerInnen:
Brenda Weinberg - UFFC, Alex Owen, Pauline and Andy Day, Dr John Hutnyk Centre for Cultural Studies, Goldsmiths College, Tippa Naphtali - Mikey Powell Campaign for Justice, Olivia Swift, Ken Fero, Deborah Gabrile, Isabel Hudson, Tariq Mehmood, Duwayne Brooks, Dr. Ali Tasiran Working Lives Research Institute London Metropolitan University, Sabrina Datoo, Susan Murray.

Unsere Forderungen:
- ABSCHAFFUNG DER TODESSCHUSS-PRAXIS
- VERANTWORTLICHE BEAMTE VOR GERICHT
- KEINE IMMUNITÄT VON POLIZEIBEAMTEN VOR STRAFVERFOLGUNG

Die NO SHOOT TO KILL Kampane wurde initiiert von der United Families & Friends Campaign (die nationale Dachorganisation von Angehörigen von Todesopfern in Polizeigewahrsam) und wird unterstützt von Migrant Media, The 1990 Trust, CAMPACC, CEART, Stop Political Terror, Churches Commission for Racial Justice, Islamic Human Rights Commission, Pat Finucane Centre, African Peoples Liberation Organisation, INQUEST, Newham Monitoring Project, Family Advisory Support Trust (FAST) and Mothers Against Gun Crime, Black Londoners Forum, Jean Lambert (Parlamentsmitglied Grüne London).

Wenn Ihr die Kampagne und dieses Statement unterstützen wollt, unterschreibt bitte die Petition.»

JETZT DIREKT UNTERSCHREIBEN:
 http://www.gopetition.co.uk/sign.php?currentregion=222&petid=7646
Petition Eingangsseite mit englischen Originaltext:
 http://www.gopetition.co.uk/online/7646.html


9) DER FILM "INJUSTICE"

Eine wichtige Rolle in der Verbreitung der betrüblichen Fakten aus Grossbritannien über die Landesgrenzen hinaus sowie auch bei der Entstehung der UFFC spielte der Dok-Film "Injustice" (Ungerechtigkeit) der Filmemacher Ken Fero und Tariq Mehmood und ihrer unabhängigen Produktionsfirma Migrant Media.

"Injustice" dokumentiert eindrücklich 10 Fälle von "Tod in Polizeigewahrsam", und wie die Verfahren gegen die Totschlägerbeamten verschleppt und eins ums andre Mal mit (auch hierzulande nur allzubekannten ...) fadenscheinigen Begründungen eingestellt werden, aber auch und den Kampf von Hinterbliebenen und Freunden der Getöteten um Gerechtigkeit nach dem Sprechchor-Motto: "What you want?" -- "JUSTICE!" "When you want it?" -- "NOW!" ("Was wollt Ihr?" -- "GERECHTIGKEIT!" "Wann wollt Ihr sie?" -- "JETZT!")
 http://www.injusticefilm.co.uk/

Wegen des heiklen Themas und der Arbeitsweise, Betroffene ungeschminkt zu Wort kommen zu lassen, war es unmöglich, Geldgeber zu finden oder etwa von TV-Stationen Produktionsbeiträge im Austausch für Senderechte zu bekommen. So entstand der Film letztlich in unbezahlter Freiwilligenarbeit und es vergingen insgesamt 7 Jahre bis zu seiner Fertigstellung, wobei neue Todesfälle gleich mit integriert wurden.
 http://www.injusticefilm.co.uk/filminginjustice.html

Wenig überraschend stiess der sachlich und ruhig gehaltene Film bei der Polizei auf wenig Gegenliebe, sondern sorgt bis auf den heutigen Tag für rote Köpfe. Von der geplanten Uraufführung vom 6. Juli 2001 an gelang es einigen darin vorkommenden (und teilweise namentlich genannten) Polizeibeamten sowie sich sonst betupft fühlenden Kollegen lange Zeit, öffentliche Vorführungen in Kinos sowie den Verkauf des Videos in Läden zu verhindern, in dem sie sogleich bei Bekanntgabe von geplanten Vorführungen etc. die Besitzer mit horrenden Strafklagen eindecken, was leider jedesmal Wirkung zeigte.

So waren die Filmemacher regelmässig gezwungen, zusammen mit dem Publikum Kinos zu besetzen und die Vorführungen gegen den Willen der Besitzer doch abzuhalten. Noch als PigBrother im Herbst 2003 in London ein Video kaufen wollte, musste sich eine Kontaktperson mit jemandem aus der Filmcrew an einer Strassenecke treffen, wo der Film dann wie Drogen auf dem Schwarzmarkt den Besitzer wechselte ...
 http://www.injusticefilm.co.uk/screeninginjustice.html

Schliesslich führten die Produzenten den Film 8 Polizeibeamten vor und machten ihnen klar, dass sie wild entschlossen waren, ihr Werk notfalls auch vor Gericht zu verteidigen. Falls die Beamten also ihre ständige Drohung einer Ehrverletzungsklage wahrmachten, so würden die Filmemacher vor Gericht auf Wahrheitsbeweis drängen und die Beamten so öffentlich mit allen Fakten konfrontieren. Darauf hörten sie von den betreffenden Beamten plötzlich nichts mehr. So konnte der Film nach unzähligen Vorführungen auf diversen Filmfestivals im Ausland endlich auch in seinem Entstehungsland regulär gezeigt werden. Lediglich vom englischen Fernsehen wird der "Injustice" nach wie vor boykottiert.
 http://www.injusticefilm.co.uk/impactofinjustice.html

Während "Injustice" noch deutlich auf London konzentriert war, ist aktuell eine Fortsetzung in Arbeit, die auch vermehrt Fälle aus anderen britischen Städten und die nationale Vernetzung der UFFC aufzeigt. Zudem haben auch seit der Veröffentlichung des Film die Fälle von Tod im Polizeigewahrsam nicht abgerissen ...

--> Wer eine Vorführung von "Injustice" organisieren möchte, kann sich auch an PigBrother wenden. Wir verfügen über Kopien sowie weitere Materialien und sind von Migrant Media autorisiert, diese zu zeigen.
 http://PigBrother.info
 :: 10 Inhaltliche Ergänzungen : > Ergänze diesen Artikel (.onion )
  tragisch
19.12.2005 12:52  
die ogn. fälle sind tragisch...
wie so oft auf dieser seite ist jedoch zu beobachten,dass der ganze artikel ins unsachliche abdrifet.
bsp. "dum-dum"-geschoss.hat hier jemand eine ahnung über ballistik o.ä.?dum-dum-geschosse und deformationsgeschosse sind etwas völlig unterschiedliches.es ist unbestritten,dass die dienstmunition der ch-polizei völlig ungeeignet ist für den mannstoppeinsatz sowie eine hohe drittgefährdung aufweist.und einen schusswaffeneinsatz kann man nun einmal nicht planen.also kann dies auch an einem sonntag in der innenstadt sein.vielleicht befindest du dich dann hinter dem aggressor??
es wird sich hier wohl ein physik-medizinstudent finden,der mir beipflichten wird.
also..einen artikel über polizeigewalt mit dum-dum geschossen zu vermischen,ist boulevardjournalismus.



AutorIn: tschugger
  ???
19.12.2005 14:11  
ja tscugger, was ballistiker, bullen und physik-medizinstudenten über ballistik wissen, das haben sie dafür nicht beim journalismus drauf. also, nächstes mal links genau verfolgen und im wörterbuch definition von boulvardjournalismus nachschauen. oder differenziert kritisieren will eben auch gelernt sein.


AutorIn: me
  DUM DUM GESCHOSSE!
19.12.2005 15:16  
"Mannstopp-Munition", Teilmantelgeschosse, Deformationsgeschosse, Hohlspitzmunition, Weichspitzgeschosse, Kreuzspitzgeschosse, Killermunition usw. sind alles Bezeichnungen für dieselbe Sache, eben die von der Britischen Arme 1895 in Indien gegen rebellische Pakistaner entwickelte und nach der dortigen Munitionsfabrik in der Ortschaft Dum Dum benannten Munition. All diese Geschosse haben den selben Zweck: Beim Aufprall verlfachen sie sich rsp. "pilzen auf" und übertragen so mehr kinetische Energie auf den getroffenen Körper und verursachen grössere Wunden, statt einfach einen Durchschusskanal zu erzielen. Dum Dum Geschosse wurden 1899 von der Haager Landkriegsordnung im Kriegsfall geächtet wurden sind und dies bis heute. ("Tränengas" ist übrigens im Kriegsfall von der Genfer Konvention ebenfalls verboten.)

Dass auch die CH-Polizei um die politischen Implikationen weiss und diese Fakten darum gern verdrängt, ist leicht nachvollziehbar. Dass sie hingegen behauptet, Dum Dum Geschosse seien Explosionsgeschosse, ist nicht mal Boulevardjournalismus, sondern schlicht gelogen, auch wenn dies von allen CH-Medien unhinterfragt 1:1 kolportiert wurde.

Und offensichtlich -- siehe tschugger -- werden diese Polizeier-Lügen auch von den unteren Chargen im Korps gutgläubig übernommen und nachgeplappert.

Hey, wenn Dum Dum Geschosse und die von der Polizei aktuell mal wieder geforderte "Mannstoppmunition" tatsächlich "etwas völlig unterschiedliches" ist, so erklär hier doch mal den Unterschied, statt einfach haltlose Verleumdungen in die Welt zu setzen ... aber eben ...

Wer sich weiter informieren möchte, die u.W. informativste Page ist  http://everything2.com/index.pl?node_id=1769014 . Die dortige Definition lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig (Übersetzung siehe im 1. Abschnitt dieses Kommentars):

«A 'dum dum' bullet is a slang term indicating a type of bullet designed to impart greater 'stopping power' to its target by deforming on impact. There are various means by which a bullet can be designed to do this - hollow point, soft point or soft nose, cross cut. The purpose is the same - to ensure that when the bullet strikes an object, it will 'flatten' or 'mushroom' and hence transfer more kinetic energy to the target material rather than blasting a hole through it. (...)»

Auch Dum Dum Befürworter und Waffenfanatiker sprechen übrigens offen von "spektakulären Wundcharakteristiken": "Die ist, warum Jäger sie beutzen, um Tiere zu erschiessen -- sie töten effizienter. Darum benützt sie auch die Polizei.»  http://www.fmft.net/archives/001347.html ("spectacular wounding characteristics as is evidenced by quite a few photos in my Guns Galore section. It is why we use them to shoot animals with - they kill more efficently. It is why the police use them")

Und ach ja, bei der durchschnittlichen Trefferquote von 10% unserer Ballermänner in Blau ( siehe u.a.  http://ch.indymedia.org/de/2003/04/7985.shtml ) riskiere ich lieber, von einem Durchschuss eines konventionellen Projektils getroffen werden und zu überleben als durch ungleich einen wahrscheinlicheren Fehlschuss mit einem DumDum Geschoss abzukratzen:

«Zwischen 1990 und 1998 haben Schweizer Polizisten im Einsatz 1146 Pistolenkugeln verschossen. 211 zur Warnung. 849 gingen ins Leere - oder sind befremdlicherweise nicht genau dokumentiert. 86 Kugeln aber trafen ein «biologisches Zielmedium». Verlässliche Angaben zur Zahl der Todesopfer haben weder das Bundesamt für Polizei noch das Bundesamt für Statistik.»


AutorIn: cheers, PigB.
19.12.2005 15:39  
ich seh hier andere die kopieren.meint ihr,die polizei schiesst zum reinen spass rum?
hat einer von euch schon mal unter stress und im ernstfall schiessen müssen?wenn nicht...wie masst ihr euch eine beurteilung über unsere trefferquoten und munitionarten an?wenn einer schiessen muss,dann nicht aus reiner freude.wir leben trotz eures ewigen gemeckers in einem gut funktionierenden staat mit einer gut ausgebildeten polizei,ohne killerkommandos!
aber eben...hier sachlich diskutieren wird wohl schwierig.


AutorIn: tschugger
  hauptsache schnell das thema wechseln ...
19.12.2005 16:35  


AutorIn: gell, tschugger?!
  da liegt der hase im pfeffer
19.12.2005 16:43  
...das klima hier ist eh ziemlich wohlstandsgeschädigt angehaucht...das sind solche leute hier, die im alter ihren angehörigen mal tierisch aufn sack gehen werden mit ihren anarcho-räubergeschichten von früher...

...jaja ätti, scho guet...

;-)))


AutorIn: schmierlatz
  ...tsss...
19.12.2005 16:51  
...ich tippe mal darauf, dass es sich mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit bei mehr als 90% dieser "biologischen ziele" um angefahrene katzen, hunde und wildtiere handelt, die mittels fangschüssen von ihren leiden erlöst wurden!
aber, wenn piggy das gerne so umständlich umschreiben will und hofft, dass sich dann herr und frau schweizzer gegen die polizei zusammenrotten, dann sei ihm mein segen gewiss!
gehe in frieden!
zwischendurch muss halt auch ein "harmloser" räuber dranglauben...pängpäng...


AutorIn: schmierlatz
  tja
19.12.2005 16:57  
Buahahahaha..."verlässliche angaben zu anzahl todesopfer...buahahahahaha!

Es dürfte sich hier um eine zahl zwischen 10000 und 20000 handeln...schätzungsweise...buahahahaha!!

www.paranoia.ch

vieleicht wirst du da geholfen!

...tschühüsss...!!!

(zensur erwünscht)


AutorIn: statistiker
  Tragikomisch
20.12.2005 14:16  
Ist Indymedia.ch eigentlich eine Meinungsaustauschseite für Polizisten und Rechtsextreme?

Gerade hier wollen wir deren Gesülze einmal nicht lesen müssen, es ist schon genug davon in allen anderen Medien ( wo unsere Meinung nicht geduldet ist und sämtliche Standpunkte links der SP automatisch zensuriert werden) vorhanden.

Eventuell bitte ich die Redaktion, mir eine Mitzensurmöglichkeit zu übertragen.

Vielleicht sollte Indymedia.ch/de auch bloss mal die Software ein bisschen erneuern.

In Kürze werde ich die Verantwortlichen anmailen und ihnen ein Treffen zur Aussprache vorschlagen.



AutorIn: hier sicher nicht
  recht auf zensur
21.12.2005 00:39  
ich will auch eine mitzensurmöglichkeit! demokratisiert die zensur!


AutorIn: neinnein&nochmalsnein!
Dieser Artikel hat 1 versteckte Ergänzung.
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