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 :: Aufrüstung: Polizisten fordern "Mannstopp-Munition" ::
20-04-2003 10:10
AutorIn : zielscheibe
Dank der RUAG: Bullen ballern "effizienter"... Und wer liefert die Munition...? Die gute alte RUAG!
(Siehe auch:  http://www.armee.ch/mpzo2/archiv/id_0110.htm)
Dank der RUAG: Bullen ballern "effizienter"...
Dank der RUAG: Bullen ballern "effizienter"...
NZZ am Sonntag 20.4.03

Polizisten fordern Mannstopp-Munition

Auf Grund der Erfahrungen in Deutschland wird die Debatte neu lanciert

Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter lässt nicht locker: Kaum zwei Jahre nach dem Nein der kantonalen Polizeidirektoren zu Deformationsgeschossen bringt er das heikle Thema erneut aufs Tapet.

Markus Steudler, Luzern

Jean-Pierre Monti hat genaue Vorstellungen von der neuen Diskussion über die Deformationsgeschosse, die im Körper eines Getroffenen aufpilzen und ihn kampfunfähig machen. Der Generalsekretär des Verbands Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) will die Diskussion «ganz ohne Emotionen» führen. Monti hat sein Vorgehen gut geplant: Am 6. Mai trifft er sich mit eidgenössischen Parlamentariern verschiedener Parteien. Sie sollen das politische Terrain für die Forderung ebnen. Monti selbst erstellt derweil ein Dossier, das er im Herbst Bundesrätin Ruth Metzler und der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) präsentieren will.

Dieses Gremium war es, das am 9. November 2001 der Forderung der Polizeikommandanten nach Mannstopp-Munition den Todesstoss versetzte. Dem Entscheid war eine emotional geführte Diskussion vorausgegangen. Von «Dumdum-artigen Geschossen» war die Rede, die verglichen mit den heutigen Vollmantel-Patronen viel grössere Verletzungen verursachten und laut Haager Konvention im Krieg verboten seien. Der Bundesrat schaltete sich ein und bezeichnete den Einsatz der Munition im ordentlichen Polizeidienst als nicht gerechtfertigt.

Dennoch fiel der KKJPD-Entscheid nicht einstimmig aus. Und er blieb umstritten, zum Beispiel im Zürcher Regierungsrat. «Sachlich gesehen sprachen die Argumente tatsächlich für die Einführung der Munition», erinnert sich auch der Generalsekretär der bernischen Polizeidirektion, Peter Furrer. «Politisch gesehen wäre es aber schwierig gewesen, einen solchen Entscheid in der Öffentlichkeit zu begründen. Der Moment dafür war nicht reif.»

Das soll laut Monti nun der Fall sein. Unterstützung erhält er aus Deutschland. Vor zwei Jahren hat Bayern als erstes Bundesland diese Munition angeschafft. Mittlerweile sind Deformationsgeschosse bundesweit als Dienst-Munition eingeführt. «Unsere Erfahrungen sind nur positiv», sagt Günther Langer, Sachbearbeiter bei der Polizei-Führungsakademie. Roland Stämpfli, Sekretär der Schweizerischen Polizeitechnischen Kommission, der in engem Kontakt mit den deutschen Behörden steht, sagt: «Der Ballistik-Experte der bayrischen Polizei kommt klar zum Schluss, dass eine Rückkehr zu Vollmantel-Geschossen nicht verantwortbar wäre.» Die Verletzungen durch die neue Munition seien nicht zwingend schwerwiegender, die Wirksamkeit auf die Getroffenen sei aber höher.

Genau darum geht es Monti: «Die heutige Munition verursacht viele Körper-Durchschüsse und ist deshalb relativ wirkungslos. Zudem kann sie Unbeteiligte gefährden.» Die Mannstopp-Munition gebe der Polizei die Sicherheit, dass ein Täter nach einem Treffer nicht mehr fähig ist, seine eigene Waffe einzusetzen. Die Gewalt gegenüber Polizisten nehme zu.

Ende 1996 erteilten die Polizeikommandanten der Polizeitechnischen Kommission den Auftrag, eine geeignetere Munition zu suchen. Das Resultat lautete: «Deformationsgeschosse». Einzig Sondereinheiten sind heute befugt, diese Munition einzusetzen - aber nur bei schwierigen Einsätzen. Diese Auflage wird offenbar strikte befolgt: Beamte des bernischen Dezernats «Enzian» schossen erst dreimal mit Mannstopp-Munition. In zwei Fällen waren die Geschosse tödlich. Die Einsatzgruppe «Diamant» der Kantonspolizei Zürich setzte Deformationsgeschosse in den letzten zehn Jahren nie ein.

Man kann gespannt sein, ob der Vorstand der KKJPD das Thema im Herbst 2003 traktandiert. Im Bundesamt für Polizei hält man sich bedeckt: «Das ist eine politisch heikle Frage», sagt Sprecher Jürg Bühler. Dagegen erklärt der Präsident der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten, Martin Jäggi: «Wir akzeptieren den politischen Entscheid von 2001. Es wäre klug, mit der neuerlichen Forderung zuzuwarten.» Dazu ist Monti nicht bereit. Das Problem sei akut, sagt er. Bis im Herbst liegen neue Studien aus der Schweiz und dem Ausland vor. «Wir wollen eine sachliche Diskussion», sagt Monti. «Ständig entscheiden andere, was für uns Polizisten gut sein soll, und wir erfahren es aus der Zeitung. Nun nehmen wir die Sache selbst in die Hand.»
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  Facts
20.04.2003 10:53  
Facts 7.6.2001

Polizei

Killer-Munition

Projektile Die Polizeikommandanten wollen für ihre Korps bald dumdumartige Geschosse. Die sind selbst nach Kriegsrecht verboten.

Von Jost Auf der Maur

Schweizer Polizisten sind im Ernstfall schwache Schützen. «Der weitaus grösste Teil der gezielt abgegebenen Schüsse verfehlt ihr Ziel», heisst es in einer Studie der Schweizerischen Polizeitechnischen Kommission (SPTK). Aber wenn die feuernden Gesetzeshüter doch einmal treffen, beklagen sie sich hinterher über die mangelhafte Wirkung ihrer Munition. Die beschossenen Menschen fallen nämlich oft nicht sofort um, sondern vermögen die Flucht oder den Angriff in über 50 Prozent der Fälle noch eine Weile fortzusetzen. Kommentar: «Höchst unbefriedigend.» Dieser Situation wollen jetzt die kantonalen Polizeikommandanten mit einem drastischen Mittel begegnen.

In den Dienstwaffen der Polizei steckten bisher die als vergleichsweise human geltenden Vollmantel-Geschosse. Der harte metallische Überzug dieser Pistolenmunition erzeugt im menschlichen Körper einen schlanken Schusskanal. Die Verletzungen des umliegenden Gewebes sind vergleichsweise gering, die wundchirurgische Behandlung unkompliziert; immer vorausgesetzt, dass die Kugel vor dem Eindringen nicht in eine Taumelbewegung versetzt worden ist, etwa beim Abprallen an einer Mauer, einer Autotür - oder einem Knochen. Selbstverständlich können auch Vollmantel-Geschosse in lebenswichtigen Organen oder Blutgefässen tödliche Verletzungen erzeugen. Aber ihre angeblich mangelhafte «Mannstoppwirkung» ist nach Meinung der Polizeikommandanten-Konferenz nicht mehr zeitgemäss.

Den Schweizer Korps wird nun angeraten, ab Frühjahr 2002 aggressivere Geschosse einzusetzen. Die empfohlene neue Munition verändert beim Eindringen im «biologischen Zielmedium» ihre Form, sie pilzt auf, bekommt eine grössere Oberfläche, zerstört mehr Gewebe, bleibt eher stecken und überträgt dadurch die Geschossenergie wirkungsvoller und schockartiger auf den menschlichen Körper. «Durch die gesteigerte Energieabgabe an das Zielmedium», loben die Fachleute der SPTK, «ist mit weniger Durchschüssen bei Körpertreffern zu rechnen.» Das habe den Vorteil, dass unbeteiligte Personen weniger gefährdet seien. Die Haager Konvention von 1899 verbietet Deformationsgeschosse, und die Landkriegsordnung von 1907 untersagt es, übermässiges Leiden zu verursachen. Diese Verträge gelten aber nur für Krieg führende Parteien, Ordnungshüter sind davon ausgenommen. Deformationsgeschosse werden unter anderem für die Wildsaujagd eingesetzt.

Die Polizeikommandanten sind sich offenbar bewusst, wie delikat die Umstellung auf Mannstoppmunition politisch ist: Sie verweigern zurzeit jede Auskunft zu diesem Thema. Die Verantwortung für die neue Munition werden die zuständigen Regierungsräte tragen müssen. Die Polizeikommandanten bereiten jetzt das Bewilligungsgesuch vor. Die Pressestelle der Zürcher Stadtpolizei wiederum hat die schwierige Aufgabe, in «einigen Wochen» die brisante Neuigkeit zu verkünden. Befürchtet wird eine «unsachliche Auseinandersetzung» in der Öffentlichkeit.

Beim wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich sind - in Zusammenarbeit mit der Polizeiakademie in Münster, Deutschland - die Munitionstests durchgeführt worden. Der Wahl der neuen, aufpilzenden Munition geht ein vier Jahre dauerndes Verfahren voraus. In Konkurrenz standen die deutschen Firmen Dynamit Nobel AG, die Metallwerk Elisenhütte GmbH und die österreichische Hirtenberger AG, den Vorzug aber er- hielt die Schweizer Firma Ruag in Thun. Mit ihrer eigens für diesen Wettbewerb entwickelten Pistolenmunition SeCa (Security Cartridge) erfüllt die Firma Ruag die Bedürfnisse der Polizisten offenbar am besten.

Den akademisch geschulten Experten Roman Pfister (Stadtpolizei Zürich) und Beat Kneubühler (Gruppe Rüstung), die das Evaluationverfahren geleitet haben, scheinen die drohenden Folgen der gefährlicheren Munition selber ungeheuer: «Die gesteigerte Wirksamkeit von Deformationsgeschossen hat für die getroffene Person ein tendenziell ungünstigeres Verletzungsbild zur Folge.» Es ist also mit einer grösseren Zahl von Todesfällen bei Polizeieinsätzen zu rechnen. Jedenfalls empfehlen die Experten in ihrem Bericht: Bei der Fluchtverhinderung mit Schusswaffen sei künftig «eine deutliche und vermehrte Zurückhaltung sicher angebracht». Anderseits sind sie der Meinung, man dürfe nicht gleich beim ersten Toten nervös werden: «Es darf keinesfalls sein, dass auf Grund eines Einzelfalls das gesamte System, das jetzt eingeführt wird, sofort in Frage gestellt wird.»

Todesschüsse durch die Polizei sind immer Einzelfälle. Zwischen 1990 und 1998 haben Schweizer Polizisten im Einsatz 1146 Pistolenkugeln verschossen. 211 zur Warnung. 849 gingen ins Leere - oder sind befremdlicherweise nicht genau dokumentiert. 86 Kugeln aber trafen ein «biologisches Zielmedium». Verlässliche Angaben zur Zahl der Todesopfer haben weder das Bundesamt für Polizei noch das Bundesamt für Statistik.



Geschosse

«Mannstoppwirkung»

Die neue Munition verformt sich im menschlichen Körper zu einem Pilz mit zerstörender Wirkung.

Die physikalischen Faktoren Mündungsgeschwindigkeit, Masse und Energie bestimmen die potenzielle Wirkung eines Geschosses massgebend. Ganz entscheidend ist aber auch, ob das Projektil sich wegen seiner Konstruktion beim Eintritt in ein dichteres Medium verformt. Die Fachleute verwenden den Begriff «aufpilzen». Durch Kombination von unterschiedlich harten Metallen und den Aufbau der Munition kann dieses Aufpilzen der Geschossspitze gezielt herbeigeführt werden. Die von den Polizeikommandanten geforderte Munition der Firma Ruag in Thun besteht aus Kupfer und Zink. Das Projektil mit Kaliber 9 Millimeter ist 6,6 Gramm schwer, hat eine Mündungsgeschwindigkeit von 395 Meter pro Sekunde und eine Energie von 514 Joule. Der Zündsatz ist umweltfreundlich, da bleifrei. Die Wirkung der Munition (Werkbezeichnung 9x19 Para, Typ SeCa) erfordert bei den Übungsschiessanlagen der Polizei bauliche Anpassungen des Kugelfangs. Die Schweiz würde Neuland betreten, wenn sie ihre Polizisten durchgehend mit deformierbarer Dienstmunition ausrüstet. In mehreren deutschen Bundesländern erwägen Polizeioffiziere ebenfalls die Einführung.


  menschenverachtend
21.04.2003 07:47  
wie krank müssen bloss typen sein, die solche munition erfinden!


AutorIn: no war
  Kriegsrecht?
21.04.2003 10:24  
Ich frage mich einfach wieso die Polizei Waffen einsetzen will und, im Fall von Tränengas, auch darf, welche gegen das internationnale Kriegsrecht verstossen? Ist etwas das im Krieg nicht legitim ist bei der Polizei ok?
Was kommt als nächstes? Ich habe mir schon sagen lassen, die Mannstoppwirkung von Personenminen sei nicht schlecht. Im weiteren wäre wohl eine Demonstration am besten mit Splittergranaten aufzulösen...


AutorIn: mi
  super
21.04.2003 13:55  
na toll dann beginnen wir doch alle ein bisschen mit aufrüsten,für den g8 gipfel sattel ich bestimmt mal mein gutes altes sturmgewehr


AutorIn: repus
  Hass
22.04.2003 15:58  
Schiess doch, Bulle!


AutorIn: ftp
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