|
Das WorldWatch Institute, Washington bezeichnet die Aluminiumproduktion als eine der umweltschädlichsten Aktivitäten der Menschheit. Daher müsse sie zumindest drastisch eingeschränkt werden. Worin liegen die Gründe für diese Aussage? Zur Produktion einer Tonne Aluminium werden ca. 4 Tonnen Bauxit und 53.000 kWh (fossiler) Energie benötigt. Dabei gelangen u.a. 10 kg Staub, 6,5 kg Schwefeldioxid (Hauptverursacher des sauren Regens) und 1 kg Fluorid in die Luft. Neben den entstehenden Umweltgiften und dem gigantischen Verbrauch der Rohstoffe ist aber auch der Abbau des Bauxits sehr problematisch: Bauxit wird zu grossen Teilen in Ländern der sog. Dritten Welt (z.B. Brasilien, Sierra Leone, Indonesien, Westafrika) unter grossem maschinellem Aufwand im Tagebau abgebaut. Dabei wird keine Rücksicht auf Berge, Flüsse und Natur genommen. Ganze Landschaften werden einfach zerstört. Boden und Grundwasser werden mit schwermetall- und dioxinhaltigem Abraum verseucht. Doch damit nicht genug: Die zur Herstellung des Aluminiums benötigten riesigen Energiemengen (s.o.) werden grösstenteils durch künstliche Wasserkraftwerke erzeugt, d. h. grosse Flächen des Regenwaldes werden abgeholzt und überflutet. Damit der Strom zu den Aluminiumhütten gelangt, werden Trassen durch den Regenwald geschlagen, die teilweise mehr als 200 Meter breit sind. Dabei werden starke Entlaubungsgifte benutzt, die alles Leben abtöten und so das ökologische Gleichgewicht vollends zerstören. Doch nicht nur Pflanzen und Tiere werden gefährdet, auch die dort seit Jahrtausenden lebenden Naturvölker sind von der Ausrottung bedroht. Durch das gewaltsame Eindringen der Industrie wird ihre Kultur zerstört, Zwangsumsiedlungen stehen auf der Tagesordnung. "Zivilisationskrankheiten" werden eingeschleppt. Da den Menschen der bisherige Lebensinhalt genommen wurde und sie sich in der aufgesetzten Industriegesellschaft nicht zurecht finden, folgt häufig auch Alkoholismus.
Gemäss ihren eigenen Presseberichten hat Red Bull im Jahr 2001 weltweit 300 Millionen Dosen verkauft. Bei einem Gewicht von ca. 15g pro Dose (Leergewicht) ergibt das einen Aluminiumverbrauch von ca. 4'500 Tonnen!
Im Alu-Herstellungsprozess fallen u.a. Perfluorierte Kohlenwasserstoffe an, die 6.000 mal stärker zum Treibhauseffekt beitragen als CO2. Zusätzlich haben sie eine extrem hohe Lebenszeit von 10.000 - 50.000 Jahren. D.h., Perfluorierte Kohlenwasserstoffe, die erst einmal in die Atmosphäre gelangt sind, werden wir nie wieder los! Pro Tonne Aluminium werden Perfluorierte Kohlenwasserstoffe in die Luft geblasen, die der Klimawirksamkeit von 18,8 t CO2 entsprechen.
Mit diesen Fakten konfrontiert meint Red Bull lapidar:
Gemäss Schreiben von Frau N. Lüthi, Red Bull Communications: "Die Nachfrage bestimmt das Angebot. So geht es auch Red Bull, denn der Kunde kauft hauptsächlich die Aluminiumdose."
Kein Wort davon, dass der "Kunde" sowieso nicht wählen kann, da fast nirgends eine Alternative angeboten wird...
Das Red Bull Auto wurde von einer Alu-Schlange umschlingt, welche aus einige Hundert, am Strassenrand gefundene Red Bull Dosen bestand. |
|