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 :: Oltner Bündnis Communique ::
26-01-2003 18:22
AutorIn : obdavos
Presseerklärung des Oltner Bündnisses zur Anti-WEF Demo vom 25.1.2003
Rund 6000 Menschen wollten gestern in Davos gegen das WEF und den drohenden Krieg im Irak protestieren. Wir werten das als grossen Erfolg.Angesichts der Hetze gegen das Oltner Bündnis im Vorfeld der Demo hatten wir befürchtet, dass sich viele Leute verunsichern lassen und zu Hause bleiben würden. Leider konnte deshalb tatsächlich nur etwa die Hälfte der DemonstrantInnen nach Davos gelangen.
Das Oltner Bündnis kommunizierte klar, dass die Kontrollschleusen in Fideris inakzeptabel seien; eine Ausfilterung einzelner DemonstrantInnen komme nicht in Frage und entspreche auch nicht dem von den Behörden angekündigten Sicherheitskonzept der Deeskalation. Im Wissen, dass viele der anreisenden DemonstrantInnen nicht durch die Schleusen gehen würden, füllte sich um 10 Uhr ein RhB-Zug mit einer Demo-Delegation von 250 Personen, die nicht bereit waren, das Vehgatter zu passieren, und in Fideris mit der Forderung nach Aufhebung der Schleusen sitzen blieben. Gleichzeitig machten sich mehrere Busse der Gewerkschaften und der Juso auf den Weg nach Fideris, wo sie die Forderung nach der Aufhebung der Kontrollschleusen unterstützten, indem sie die Strasse nach Davos blockierten.
Es kam darauf zu Verhandlungen zwischen den DemonstrantInnen, vertreten durch Rita Schiavi und Roman Burger von der GBI und dem Kripochef der Kantonspolizei Graubünden, Gianfranco Albertini. Hanspeter Michel vom Kleinen Landrat der Landschaft Davos war als Vermittler ebenfalls dabei. Tatsächlich konnte nach rund einer Stunde eine Lösung gefunden werden, die nicht nur für diesen Zug gelten sollte, sondern auch für alle weiteren: Die Abmachung lautete, dass drei Polizisten in zivil die Züge durchschreiten und ihnen verdächtig erscheinende Gepäckstücke kontrollieren könnten. Diese Einigung löste bei den auf dem Parsennparkplatz in Davos und den in Landquart Wartenden einen grossen Jubel aus. In Landquart begaben sich die DemonstrantInnen auf die bereitstehenden Züge in Erwartung einer grossen Demonstration in Davos.

Beim zweiten Zug in Fideris verlangte die Polizei jedoch entgegen der zuvor getroffenen Abmachung, dass sich die Leute in die Schleusen begeben sollten. Rund 20 Personen folgten dieser Aufforderung, die restlichen 700 blieben empört im Zug sitzen. Erneut wurden Verhandlungen aufgenommen. Die Polizei war jedoch nicht mehr bereit, zu ihrem Wort zu stehen, und weigerte sich, den Zug weiterfahren zu lassen.

Das Ziel des Oltner Bündnis war immer, dass alle Leute nach Davos gelangen könnten, die gegen das WEF demonstrieren wollten, also auch diejenigen, die sich auf den ominösen Schwarzen Listen befinden. Die grosse Mehrheit der angereisten Demonstrantnnen unterstützten diese Forderung. Dass sich im zweiten Zug, der allen offenstand, bloss 20 Leute in die Schleusen begaben, belegt diese Tatsache.

Zu dieser Zeit befanden sich beim Infozelt des Oltner Bündnisses auf dem Parsennparkplatz bereits mehrere Hundert Personen. Beim angekündigten Besammlungsort Bahnhof Davos Platz warteten knapp 40 Personen, die meisten von der SPS mobilisiert, welche die Kontrollschleusen und Ausfilterungen verteidigte. Angesichts der Tatsache, dass die SP nie Teil der globalisierungskritischen Bewegung war und schon oft neoliberale Wirtschaftskonzepte propagiert und durchgesetzt hat, ist es kein Wunder, dass nicht mehr Leute dem Aufruf der SPS gefolgt waren.

Nach dem Wortbruch der Polizei in Fideris eskalierte die Situation in Landquart. Eine Gruppe von Demonstrierenden versuchte, auf die Autobahn zu gelangen, und wurde von den deutschen Wasserwerfern zurückgedrängt. Es folgte intensiver Tränengas- und Gummischroteinsatz. Wegen der gegen einen Zug eingesetzen Wasserwerfer musste die RhB den Strom abstellen. Die Passagiere der zurückkehrenden Züge aus Fideris stiegen schon einige hundert Meter früher aus dem Zug. Den PassagierInnen des zweiten Zuges wurde der Zugang zum Bahnhofsplatz verwehrt. Nicht einmal der herbeigeeilte besorgte Gemeindepräsident konnte die französischsprachigen Polizisten zur Vernunft brigen.

In Davos war die Enttäuschung bei den mittlerweile 3000 Personen auf dem Parsennparkplatz ebenfalls gross. Die Gewerkschaften und einige andere Gruppen entschieden sich, Davos wieder zu verlassen, weil die Meinungsäusserungsfreiheit unter diesen Umständen nicht gewährleistet war. Gemeinsam gingen die Leute zuerst zum Bahnhof Davos Dorf. Dort stiegen einige auf den Zug Richtung Landquart. Rund 2000 Personen marschierten gegen 16.30 Uhr unter dem Motto:
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  Unglaubwürdig
26.01.2003 18:29  
Wer in Landquart, Fideris, Davos und Bern war, weiss, wofür das Oltener Bündnis wirklich statt: Gewalt, Rechtsmissbrauch und viel Selbstmitleid.


AutorIn: Sascha
  @sascha
26.01.2003 18:42  
ich glaub, du meinst eher die bullen.....


AutorIn: bx
  der grosse bärendienst
26.01.2003 18:57  
freunde. da habt ihr aber allen einen riesen-bärendienst erwiesen: das oltner bündniss beschliesst, dass das gatter in fideris DAS thema sein soll (wer nicht mit dem zug anreiste konnte direkt nach davos zur demo fahren). mir kommt das alles ein wenig so vor wie beim immer noch nicht gewählten george dubbel you in den US of A: man hat beschlossen, dass der IRAK zugebombt werden muss (wipe out!) und das wird auch getan, obwohl die UNO-kontrolleure versichern (andrea hämmerle, christiane brunner) so schlecht verhalte sich der irak aber nun doch wieder nicht. egal. zoff muss sein. gestern in bern dann halt (bullen waren ja zuviele in zureich) resultat: die durch und durch globla-players bern-mobil (ist der öffentliche verkehr auf den ich ab und zu noch ganz angewiesen bin) haben ein paar haltestellen weniger, und öffentliche telefonzellen braucht das land ja eigentlich auch keine (wir haben ja alle handys vom netten, basisdemokratischen lokalen hersteller aus finland).

wan bewegen WIR uns endlich?
globo zobo


AutorIn: globo zobo
  trallala
26.01.2003 19:18  
ob bullen oder oltner bündnis: von beiden wurde ich gestern an einem freien entscheid gehindert, an die demo nach davos zu fahren.


AutorIn: judihui
  Sich der Kontrolle widersetzen war wichtig
26.01.2003 20:29  
Liebe Leute
Im Nachhinein ist für mich klar, dass der Widerstand gegen die Kontrolle in Fideris wichtig und richtig war. Denn es ging unserem Staat auch darum, einen Präzedenzfall zu kreieren, wonach alle Teilnehmer einer bew. Demo kontrolliert werden können. (Wer dann einem sogenannten "Gewalttätigen" äusserlich geglichen hätte, wäre auch durch die Maschen gefallen und hätte sich einer genauen Kontrolle unterziehen müssen.) Wenn der Staat einmal soweit ist, dass alle Teilnehmer jedesmal kontrolliert werden können, dann haben wir was wir genau nicht wollen - sie haben die totale Kontrolle über uns.

So gesagt mag das radikale Verhalten des Oltner Bündnisses zwar auf Missmut gestossen sein, war aber doch richtig. Klar war es total Schade, dass nicht alle bis nach Davos durchkamen. Aber zumindest kann nun davon ausgegangen werden, dass nächstes Jahr KEINE Fideriser-Kontrollen stattfinden werden (Sonst hat nach Zürich und Bern die nächste grosse Stadt das Jammern).


AutorIn: Einheimischer
  Ich wollte nach Davos!
26.01.2003 23:28  
Eigentlich wollte ich am Samstag nach Davos an die Demo fahren. Leider wurde ich vom Oltener Bündnis daran gehindert weiterzukommen. Wenn in Fideris kontrolliert wird, bin ich sicherlich nicht begeistert davon, auch ich bekomme bei den Kontrollen das Gefühl nicht in einem freien Staat zu leben, doch wenn die Kontrolle nötig ist um an eine friedliche Demo in Davos zu fahren gehe ich halt durch. Aber dies wurde mit vom OLTENER BÜNDNIS verwehrt! Dies mal den Vorwurf an die eine Seite.

Aber jene, die eigentlich eine Demonstration kontorllieren sollten, die Behörden mit dem Machtapparat Polizei, haben uns in Landquart schon wie Gefangene empfangen. Wir waren schon von Anfang an auf dem Bahnhofplatz Landquart eingesperrt, wie eine Kuhherde. Ich empfand, dass das Gefühl von Eingesperrtsein nicht gerade Friedfördern sein kann. Wenn man eine Menge so reizt und dann noch Verprechen bricht (ich war im zweiten Zug nach Fideris, wir sind ausgestiegen, die Kontrollen wären ohne Probs durch den Zug gekommen...) muss man sich nicht wundern, wenn einige Leute zu Gewalt greifen, auch wenn ich persönlich Gewalt auch in dem Fall ablehne. (Die hierzu gezogenen Vergleiche mit der USA finde ich sehr treffend.. so von wegen Hämmerle=Waffeninspektor...). Ich denke die Polizei hätte durch halten ihrer Versprechen ein Eskalieren in dem Ausmasse verhindern können...
Und ja, was ich von einer Einkesselungstaktik halte, welche alle Demonstranten gleichermassen trifft, Kinder, ältere Leute und alle die gerne eine Friedliche Demo gehabt hätten, muss ich ja wohl nicht auch noch sagen.

Welcome to 1984! Wo ist die Bewegungsfreiheit, die Meinungsäusserngsfreiheit, die Versammlungsfreiheit? Es scheint in der Schweiz nur noch eine Sprache gegen linke Opposition zu geben: Tränengas und Gummischrot (ok gut, das waren zwei.. und die netteste Sprache die sie noch können heisst Wasserwerfer...)


AutorIn: Ben
  Keine Ahnung
27.01.2003 16:12  
Wer sich für eine Demonstration gegen Machmissbrauch und Willkür durch von Machmissbrauchern aufgebaute Vehgatter hindurch willkürlich selektieren lässt, hat nicht verstanden, wofür oder wogegen demonstriert wird.


AutorIn: Hexenschuss
  aha
10.02.2003 21:55  
soso hexenschuss... und die, die für x andere entscheiden, ob ein cop in den rucksack schauen darf oder nicht, die haben begriffen um was es geht?
der satz oben im artikel, dass das oltner büdnis die meinung der meisten anwesenden repräsentiert habe ist ja wohl blanker hohn.


AutorIn: Gumbo
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